Enger. Alessio Loriga zählt zu dem kleinen Kreis an Talenten, die die TV-Show „The Voice of Germany“ anlässlich der Jubiläumsstaffel noch einmal eingeladen hat. 2016 hatte er es bis ins Viertelfinale geschafft. Nun ist er in einer anderen Rolle Teil der beliebten Fernsehsendung. „Wahrscheinlich sieht man mich Ende November“, sagt Loriga. Seit seiner Teilnahme im Jahr 2016 ist viel passiert. Nach dem großen Hype folgten schwierige Jahre. Es sei schön gewesen, wieder Studioluft zu schnuppern, sagt Loriga in einem Telefonat mit der Neuen Westfälischen. Was genau er diesmal bei „The Voice of Germany“ gemacht hat, darf er noch nicht verraten. Er habe viele bekannte Gesichter wieder getroffen. „Die Fantastischen Vier“ hätten ihn sogar wiedererkannt und direkt mit „Hi, Alessio“ angesprochen. „Das war schön, zu merken, die haben einen auch nach all den Jahren nicht vergessen.“ Mit Songs von Max Mutzke und Jan Delay sang sich Alessio Loriga im Jahr 2016 in die Herzen der Zuschauer. „Es war eine große Ehre, bei einer der erfolgreichsten deutschen Castingshows mitzumachen“, sagt er. Insgesamt war er für die Staffel „The Voice of Germany“ sechs Monate in Berlin. „Hinter den Kulissen wurde sich viel um mich gekümmert. Ich hatte Coachings und habe viel über das Showbusiness gelernt.“ Traum vom Musikerleben hat seinen Preis Nach seiner Teilnahme erlebte Loriga einen Riesen-Hype, spielte viele Gigs und brachte seine Debütsingle „Herbstwinde“ raus. Im März 2017 ging er sogar mit Yvonne Catterfeld auf Tour. „Natürlich war `The Voice’ ein Sprungbrett für mich“, sagt Loriga. Doch nach den deutschlandweiten Konzerten und dem Leben im Tourbus folgte eine schwierige Zeit. „Ich musste das alles erst mal verarbeiten und wieder in den Alltag finden.“ Auch die Schattenseiten des Showgeschäfts beschäftigten ihn. Die Nächte alleine im Hotel und der Druck, immer liefern zu müssen, seien härter, als Außenstehende annehmen würden. Corona hat dann für ein abruptes Ende gesorgt. „Das war eigentlich genau der Höhepunkt meiner Sängerkarriere“, sagt Loriga. Deutschlandweit wurden damals Kulturveranstaltungen abgesagt und Alessio Loriga ist erstmal zu Verwandten nach Sardinien ausgewandert. Die Liebe hat ihn jedoch wieder zurück nach Ostwestfalen gebracht. Auch beruflich hat er sich in eine andere Richtung entwickelt. Seit 2023 betreibt er das Restaurant „Widufood“ in Enger. Er sei heute zwar etwas erwachsener und lebe offener, doch im Kern sei er derselbe Mensch wie 2016, sagt Loriga. Auftritt beim Kirschblütenfest 2026? Die Dreharbeiten für die aktuelle Staffel „The Voice“ hätten ihn motiviert, wieder Musik zu machen. „Das Studio, die vielen Menschen und alles Drumherum haben mich in diese Stimmung gebracht.“ Er suche daher eine Band für das nächste Jahr und habe schon die ersten Absprachen für einen Auftritt beim Kirschblütenfest 2026 gemacht. Vorher kann man ihn noch in der aktuellen Staffel „The Voice of Germany“ sehen. Die Fernsehsendung läuft immer donnerstags auf ProSieben und freitags auf Sat.1, jeweils um 20.15 Uhr. Ab dem Viertelfinale, das Ende November gezeigt wird, ist er dann wieder dabei.