Bielefeld (lnw). Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, Ulrich Schneider, bekommt den Regine-Hildebrandt-Preis. In seinen Auftritten habe Schneider den Wohlfahrtsverband "zum Sprachrohr der von Arbeitslosigkeit und Armut Betroffenen gemacht", begründete die Stiftung Solidarität in Bielefeld ihre Entscheidung.
"Beispielhaft ist sein Mut, immer wieder auf soziale Ungerechtigkeiten in diesem Lande hinzuweisen." Die Armutsberichte seines Verbands seien "zum Gradmesser des sozialen Bestandes" in Deutschland geworden. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Er wird am 4. Mai im Rathaus Bielefeld verliehen.
Die Auszeichnung, benannt nach der früheren brandenburgischen Sozialministerin und SPD-Politikerin Regine Hildebrandt (1941-2001), vergibt die Stiftung Solidarität seit 1997. In früheren Jahren bekamen etwa die Politiker Heiner Geißler (CDU) und Hans-Jochen Vogel (SPD) den Preis.
Das Motto in diesem Jahr laute nach einem Zitat von Hildebrandt: "Gibt es denn nichts zu tun bei uns? Tausende Aufgaben bleiben auf der Strecke - und mit ihnen viele hunderttausend Menschen". Damit wolle die Stiftung "ein Zeichen gegen die zum 1. April 2012 geplanten Kürzungen der Bundesregierung in der Arbeitsmarktpolitik setzen", hieß es. Die Laudatio auf Schneider soll der frühere SPD-Sozialpolitiker Rudolf Dreßler halten.