Gronau/Bad Oeynhausen (nw). In einer Kindertagesstätte des Wittekindshofes in Gronau hat sich ein tödlicher Unfall ereignet. Dort wurde ein zweieinhalbjähriges Kind auf einem Spielpodest so eingeklemmt, dass es sich schwer verletzte. Am Freitagnachmittag starb das Mädchen an diesen Verletzungen, wie der Träger der Einrichtung, die Diakonische Stiftung Wittekindshof, am Montag in Bad Oeynhausen mitteilte.
"Wir sind tief betroffen und trauern mit der Familie", erklärte Prof. Dierk Starnitzke, Vorstandssprecher des Wittekindshofes. Die Hoffnung, dass das Mädchen gerettet werden könne, habe sich nicht erfüllt. Das Spielgerät sei von einem anerkannten Anbieter für Kita-Einrichtungen entwickelt und von Sicherheitsexperten geprüft worden, erklärte Reiner Breder, der als Ressortleiter auch für die Wittekindshofer Angebote im Kreis Borken verantwortlich ist. "Wir haben sofort überprüfen lassen, ob es an anderen Geräten ähnliche Gefahrenpunkte geben könnte. Das ist aber nicht der Fall", sagte Wittekindshof-Sprecherin Anke Marholdt.
Die Staatsanwaltschaft Münster untersucht den Vorfall. "Bei den Ermittlungen wollen wir den genauen Hergang des tragischen Vorfalls und mögliche Verantwortlichkeiten klären", erklärte Oberstaatsanwalt Heribert Beck. Nach ersten Informationen eines Sachverständigen könnte beim Einbau des Spielgerätes der vorgeschriebene Abstand zwischen der Oberkante des Spielgerätes und der Zimmerdecke missachtet worden sein. Das Mädchen war den Angaben nach zwischen Spielgerät und Zimmerdecke eingeklemmt worden. Zudem ermittelten die Behörden, inwieweit die Aufsichtspflicht ausreichend wahrgenommen wurde.