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Paderborn

Gutachter: Angeklagter Brandstifter ist psychisch krank

Prozess vor dem Landgericht Paderborn

Paderborn (dpa). Ein 24 Jahre alter Mann aus Niedersachsen, der sich wegen Brandstiftung vor dem Landgericht Paderborn verantworten muss, ist nach Ansicht eines Gutachters psychisch krank. In Konfliktsituationen gerate die tiefgreifend gestörte Persönlichkeit des Angeklagten unter Spannung. Diese entlade sich durch das Legen von Feuer. Die psychische Störung müsse behandelt werden, sagte der Experte und sprach sich für eine Unterbringung in einem forensischen Krankenhaus aus.

Der 24-Jährige hatte zum Prozessauftakt zugegeben, im Oktober 2012 in Paderborn in zwei aufeinanderfolgenden Nächten vier Autos und ein Wohnmobil angezündet zu haben. Er habe aber niemanden töten wollen.

In dem Transporter schlief allerdings ein Pärchen - es konnte sich rechtzeitig retten. Der Mann ist wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung angeklagt.

Er hatte während der Untersuchungshaft zudem gestanden, 2010 zwei Feuer in Niedersachsen gelegt zu haben. Schon damals war er ins Visier der Fahnder geraten, die Ermittlungen wurden allerdings ohne jedes Ergebnis eingestellt. Am Freitag soll nach den Plädoyers ein Urteil verkündet werden.

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