Bielefeld (gär). Bei der Umstellung von herkömmlichen Telefonverbindungen auf sogenannte IP-basierte Anschlüsse durch die Telekom ist es offenbar zu einer "Massenstörung" gekommen. Das hat das Bonner Unternehmen in einem Schreiben an den Bielefelder Rechtsanwalt Burkhard Zurheide eingeräumt.
Die "Massenstörung" sei "bekannt" und werde "voraussichtlich am 16. Mai behoben", teilte der Telekom-Kundenservice mit. Wie berichtet, hatte Zurheide schwere Vorwürfe gegen die Telekom erhoben. Bei einem Mandanten seiner Kanzlei sind seit der Umstellung auf einen IP-basierten Telefonanschluss alle Verbindungen unterbrochen.
Die Telekom hatte das im Gespräch mit dieser Zeitung als "Einzelfall" bezeichnet und hartnäckig dementiert, dass es sich um "systemisch bedingte Probleme" handeln könnte.
Darauf, dass die Störung größer ist, deuteten auch zahlreiche Reaktionen hin. Nach der Veröffentlichung meldeten sich mehrere Betroffene aus OWL, die in teils drastischen Worten von ähnlichen Problemen bei der Umstellung ihres Telefonanschlusses berichteten.
Derzeit "können wir unsere Kunden nur um Geduld bitten", schreibt die Telekom an Zurheide. Weil der neue Anschluss derzeit nicht vollumfänglich genutzt werden könne, "erstatten wir selbstverständlich anteilig das monatliche Grundentgelt". Auch die Anwaltskosten will die Telekom zahlen. Man bittet vorab um "Zusendung der Kostennote".
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