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Bielefeld

Clowns vermitteln Humor in Schulungen für Altenpfleger

Projekt startet im Januar

Clowns vermitteln Humor in Schulungen für Altenpfleger - © Bielefeld
Clowns vermitteln Humor in Schulungen für Altenpfleger (© Bielefeld)

Bielefeld (lnw). Mit mehr Humor will das Evangelische Johanneswerk die Lebens- und Arbeitsqualität von Bewohnern und Mitarbeitern in seinen Altenheimen verbessern. Spezielle Techniken aus dem Improvisationstheater und der Clownsarbeit sollen den Mitarbeitern helfen, neue Umgangsformen mit ihrem harten Arbeitsalltag und den Bewohnern zu erlernen, wie der Vorstandsvorsitzende der diakonischen Einrichtung, Ingo Habenicht, am Mittwoch in Bielefeld sagte.

Professionelle Clowns und Schauspieler sollen diese Techniken in Schulungen den rund 3.300 Mitarbeitern vermitteln. Das Projekt startet ab Januar 2014 unter dem Titel "Beziehungspflege mit Humor" nach und nach an allen 32 Alteneinrichtungen des Johanneswerks. Gefördert wird es von der Stiftung des Kabarettisten und Arzts Eckart von Hirschhausen.

Schon seit mehreren Jahren kommen die Clowns des Herforder Vereins "Clownskontakt" in die Altenheime des Johanneswerks. Dort suchen sie den direkten Kontakt zu den Pflegebedürftigen und Demenzkranken, um sie mit Witz, Musik und Nähe zu animieren. "Noch nach Wochen erinnern sich manche Demenzkranke an unsere Namen", sagte der Mitbegründer von Clownskontakt, Andreas Bentrup, am Mittwoch. Nun soll seine Gruppe im Auftrag des diakonischen Trägers auch dessen Mitarbeitern helfen, zu einem humorvolleren und gelasseneren Umgang mit den Bewohnern und mit sich selbst zu finden.

Andreas Bentrup von Clownskontakt schulte Mitarbeiter vom Marie-Schmalenbach-Haus in Herford und sang mit Bewohnern der Wohngruppe 5 - © FOTO: CHRISTIAN WEISCHHE
Andreas Bentrup von Clownskontakt schulte Mitarbeiter vom Marie-Schmalenbach-Haus in Herford und sang mit Bewohnern der Wohngruppe 5 (© FOTO: CHRISTIAN WEISCHHE)

"Neben dem Clownskontakt zu den Bewohnern und den Schulungen für unsere Mitarbeiter bildet die wissenschaftliche Aufarbeitung und Begleitung die dritte Säule des Projekts", sagte Habenicht. In Zusammenarbeit mit dem Altersinstitut des Johanneswerks und unabhängigen Forschern soll das auf mindestens zweieinhalb Jahre angelegte Vorhaben wissenschaftlich dokumentiert werden. "Wir sind uns sicher, dass wir damit die pflegerische Fachwelt bereichern können", sagte Habenicht.

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