Lipperreiher stört die Kulisse

Auch TSV Schötmar enttäuscht

Sebastian Lucas

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Zweikampf: Alexander Rau (links, Kachtenhausen) kommt weiter, Geronimo König scheidet mit Kirchheide aus. - © Paul Cohen
Zweikampf: Alexander Rau (links, Kachtenhausen) kommt weiter, Geronimo König scheidet mit Kirchheide aus. (© Paul Cohen)

Lemgo. Eng, enger, LZ-Cup-Endrunde. Die im Fußball viel zitierten Nuancen haben bereits in der Vorrunde eine entscheidende Rolle gespielt. So zog lediglich der spätere Sieger Post-SV Detmold (mit drei Siegen) ohne Mühe ins Halbfinale ein. Um die weiteren drei Plätze gab es ein Hauen und Stechen.

In der „1“ setzte sich Titelverteidiger RSV Barntrup durch, weil er einen Treffer weniger kassierte als der TSV Oerlinghausen. Furios war der TSV Horn gestartet, doch nach dem 3:2 gegen den TBV Lemgo ging bei der Truppe von Trainer Wolfgang Wächter nichts mehr, die Luft war irgendwie Luft. Der TBV Lemgo drehte nur gegen Barntrup (4:0) auf. „Wir tun uns immer schwer, ins Turnier zu kommen“, meinte TBV-Trainer Peter Lewecke.

Als größte Überraschung darf in der Gruppe 2 der Sprung des TuS Kachtenhausen unter die besten Vier eingestuft werden. Nach einem 1:3 gegen Neuling TSV Kirchheide und einem 0:3-Rückstand gegen TuS Lipperreihe war das Turnier für das Rau-Team eigentlich vorbei. Doch der Spielertrainer selber markierte am Ende den 4:3-Siegtreffer. „Nach so einem Spielverlauf ist klar: Wir haben taktisch unsere Hausaufgaben nicht gemacht“, sagte Lipperreihes Trainer Uwe Hohnhold. Seine Spieler seien „sehr nervös“ gewesen und „überhaupt nicht“ ins Turnier gekommen. So kaufte SG Berlebeck/Heiligenkirchen seinen Spielern über Aggressivität den Schneid ab. „Enttäuschend“, nannte Hohnhold das Abschneiden und fügte hinzu: „Der LZ-Cup ist der Wahnsinn. Ich habe keinen gehört, der die 3 Euro Eintritt kritisiert hat. Wieso auch: In Bielefeld nahmen sie 5 Euro – und die Halle war voll. Die Organisatoren sollten alles tun, damit dieses Turnier hier bleibt und gegebenenfalls den Tarif anpassen.“ Bitter war das Aus für den zweiten Neuling, SG Berlebeck/H. Nach zwei Siegen kassierte das Hengstler-Team eine überraschende 0:8-Klatsche gegen Kachtenhausen.

Hinter dem Post-SV Detmold erreichte FC Augustdorf in der „3“ als Zweiter die nächste Runde. Er war ein Tor besser als Oerlinghausen. Enttäuschend war der Auftritt des TSV Schötmar, der als einzige Mannschaft auch bei der Siegerehrung fehlte.

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