Schieder-Schwalenberg. Seepferdchen – das niedliche Meerestier ist Symbol dafür, dass Kinder schwimmen können. Doch wer das „Seepferdchen“-Abzeichen an seinem Badeanzug trägt, ist noch lange kein sicherer Schwimmer, warnt Bodo Schultz.
Seit Jahrzehnten bildet Bodo Schultz (75) für die DLRG Schwimmsportler aus – und zwar von der Pike auf. „Bevor die Kinder in die Schule kommen, ist der ideale Zeitpunkt, um schwimmen zu lernen“, sagt er. Von einem Crashkursus hält er nichts. Deshalb bot er in den Sommerferien jeden Tag – außer sonntags – eine Stunde lang das Kinderschwimmen an. Von 20 Teilnehmern haben elf die „Seepferdchen“-Prüfung bestanden. Dabei kamen sie mit den unterschiedlichen Voraussetzungen: Einige sprangen von Anfang an mutig ins Wasser, andere hatten regelrecht Angst vor dem nassen Element.
25 Meter schwimmen, ein Sprung von Beckenrand und einen Ring aus dem knietiefen Becken holen – die Standardanforderungen reichen Schultz nicht aus: Einmal hin- und zurück sollen die Kinder bei ihm schwimmen – die doppelte Strecke. „Meistens ist es nämlich so, dass die Kinder zwar schwimmen können, sie aber im Wasser plötzlich die Kraft verlässt“, sagt er. Deshalb freut er sich, wenn die Kinder nach dem „Seepferdchen“-Abzeichen weiter zum Training kommen – und dann das Bronze-Abzeichen oder mehr erreichen.
Laut DLRG kann ein Kind nämlich erst dann sicher schwimmen, wenn es Ausdauer für acht Bahnen hat – ergo ab dem Bronze-Abzeichen. Drei Viertel der Sechs- bis Achtjährigen können nach einer Umfrage der GfK Finanzmarktforschung im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft aus dem Jahr 2012 noch nicht sicher schwimmen. „Dass sie das lernen, ist nicht die Sache der Schule sondern der Eltern. Die sorgen ja auch dafür, dass die Kinder laufen lernen“, betont Schultz.
Montagsabends bietet er im Schiederaner Freibad für die Fortgeschrittenen eine freie Trainingsstunde an, damit sich die Kinder auf weitere Prüfungen vorbereiten können. Sarah, Marie, Alina, Lena, Jonas und Miriam sind gekommen – und kaum zu bremsen. „Herr Schultz, wann geht es endlich los?“, quengeln sie.
Beim DLRG-Training geht es gar nicht so sehr um Schnelligkeit. Bodo Schultz teilt Badenudeln aus. Damit üben die Kinder Bein- und Armschlag getrennt. Danach werden einige Bahnen Brust geschwommen: „Damit fange ich an, denn Kraulen bedeutet mehr Koordinationsaufwand“, erläutert Schultz. Zwar ist das Hundepaddeln einfacher, doch erfordert der Armschlag und die regelmäßige Atmung dabei einige Übung. Und auch Rückenschwimmen wird in der DLRG trainiert – um später einmal Hilfsbedürftige aus dem Wasser zu schleppen oder zu ziehen.
Ziel ist es, die Kinder zu ausdauernden Schwimmern zu machen und ihnen das richtigen Verhalten im Wasser beizubringen. Dazu lernen sie eingängige Baderegeln für unbekannte Gewässer oder auch bei Hitze.
Dass dieses Wissen bitternötig sind, zeigen die traurigen Zahlen dieses Jahres: Mehr als 20 und damit bereits jetzt schon doppelt so viele Badetote wie im Vorjahr gibt es zu beklagen. Meist sind die Opfer gar nicht mal Kinder, die noch nicht schwimmen können, sondern Erwachsene, die die Gefahren falsch einschätzen: starke Temperaturgegensätze zwischen Luft und Wasser führen zu einem Kälteschock, bei gefährlichen Strömungen und Strudeln können auch geübte Schwimmer schnell an ihre Grenzen kommen.
Fettkiller Schwimmen
Schwimmen ist eine Sportart, die Kraft- und Ausdauersport miteinander kombiniert. Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung steigt die körperliche Leistungsfähigkeit während einer Trainingseinheit. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass dabei den überflüssigen Pfunden der Kampf angesagt wird. Eine gesunde und ausgewogene Mischkost und kontinuierliches Training lassen das Fett langfristig schmelzen. Möchte man ein ausdauernder und erfolgreicher Schwimmer sein, sollte man eher normal- als untergewichtig sein. Eine fehlende Fettschicht führt im Wasser zu schnellem Auskühlen des Körpers und damit zu einem schnelleren Absinken der Leistungsfähigkeit. Bei einer Ernährung für den sporttreibenden Menschen orientiert sich der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB –„Richtig Fit“) an den 10 Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Somit gelten für den Freizeitsportler die gleichen Empfehlungen für eine gesunde Ernährung wie für den Nichtsportler.
Dabei sollten sich Sportler keine unrealistischen Ziele für ihre Ernährung setzen. Stattdessen sollten die Ernährungsziele flexibel und erreichbar sein.
Fitnessübung: Der schräge Ausfallschritt
Der Weg zum straffen Po Anna Muer zeigt eine effektive Übung, wie sich die Gesäßmuskulatur ideal straffen lässt. Heute: schräge Ausfallschritte. Aus dem hüftbreiten Stand heraus kreuzt das rechte Bein das linke, sodass sich der Fuß ein Stück links von der linken Ferse befindet. Nun so tief wie möglich in die Kniebeuge gehen. Das angewinkelte Knie darf nicht weiter als bis zur Fußspitze geschoben werden. Anschließend zurück in die hüftbreite Position kommen und das andere Bein schräg nach hinten führen. Empfehlenswert sind 15 - 20 Wiederholungen. Die Arme gerade auf Schulterhöhe ziehen oder in die Hüfte stemmen.
