Test bestanden: Neue BMX-Anlage in Leopoldshöhe kommt an

Stefan Backe

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Schneller als ihr Schatten: Im Finale der U 15 liefern sich Filias Wimmel vom RSC Weimar-Ahnatal (links) und Nils Neumann (RC Buer/ Westerholt) ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende der 370 Meter langen Strecke setzte sich Filias Wimmel durch. - © Stefan Backe
Schneller als ihr Schatten: Im Finale der U 15 liefern sich Filias Wimmel vom RSC Weimar-Ahnatal (links) und Nils Neumann (RC Buer/ Westerholt) ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende der 370 Meter langen Strecke setzte sich Filias Wimmel durch. (© Stefan Backe)

Leopoldshöhe. Aus Sicht der Gastgeber war es der krönende Abschluss eines rundum gelungenen Wochenendes: Im Finale der Elite-Klasse – gleichzeitig das letzte von insgesamt fast 200 Rennen – hatte Lokalmatador Philipp Gruhn die Nase vorne.

Doch nicht nur der beste Fahrer des TuS Leopoldshöhe, der auch schon international am Start war, erntete großen Applaus. Schließlich stand das Wochenende ebenso im Zeichen des Nachwuchses.

Bereits am Freitag waren einige Teilnehmer mit Wohnwagen oder Zelten am Leopoldshöher Schulzentrum angerückt, um die ersten Trainingsrunden drehen zu können. Am Samstag ging es dann um die Wurst. 140 Sportler traten beim OWL-Cup an – einer dreiteiligen Serie, mit der die „Leos", der RC Zugvogel Bielefeld und der BMX-Club Rödinghausen vor allem dem Nachwuchs eine Chance auf erste Rennerfahrungen geben.

Fotostrecke: BMX-Sportler messen sich beim TuS Leopoldshöhe


Als letzter Teil der Trilogie wurden dabei am Ende nicht nur die Pokale für die Tagesbesten in den verschiedenen Altersklassen verteilt, sondern auch für die Gesamtsieger der Serie. Mancher einheimische Zaungast wird bei dieser Fülle an Starts und Klassen froh gewesen sein, dass die Gastgeber mit Thorsten Schroth aus Süddeutschland einen bundesliga-erfahrenen Moderator gewinnen konnten.

Noch höher wurden sowohl Teilnehmerzahl als auch die sportliche Qualität am Sonntag. Erstmals hatte die BMX-Abteilung die Ausrichtung eines Wertungslaufs zum Nord-Cup übernommen. Das Einzugsgebiet dieser neunteiligen Serie reicht vom Harz bis ans Meer.

In Leopoldshöhe waren 247 Sportler dabei, die in den Vorrunden sowie später in den Halbfinals und Endläufen um jeden Meter kämpften. Neben Topfahrer Philipp Gruhn münzten einige Leopoldshöher ihren Heimbonus in hervorragende Platzierungen um – kennen sie die auf 370 Meter verteilten 20 Hügel doch in- und auswendig.

So stürmte beispielsweise Fynn Stein im Finale der U 13 schon auf der ersten Geraden an die Spitze und behauptete diesen Vorsprung bis ins Ziel. Dabei hatte er in der stark besetzten Altersklasse nicht zu den Favoriten gezählt.

Leopoldshöher BMX-Bahn erntet viel Lob

Abteilungsleiter Dag Schneevoigt strahlte mit der vereinzelt durchbrechenden Sonne um die Wette. Hatte sich die Leopoldshöher BMX-Bahn doch trotz sintflutartiger Regenfälle im Vorfeld während der Wettkämpfe in bestem Zustand präsentiert. Von den Sportlern gab es viel Lob für die Gastgeber.

„90 Prozent kannten die Bahn in dieser Form noch nicht. Die Resonanz – auch von den Offiziellen – war sehr positiv", freute sich Dag Schneevoigt. Dieses Kompliment reichte er direkt weiter an die vielen Eltern und ehrenamtlichen Helfer, die der Anlage in den vergangenen Monaten zusammen mit dem Bauhof der Gemeinde den Feinschliff verpasst hatten.

Die Krönung soll jetzt Anfang Oktober erfolgen, wenn Bundestrainer Florian Ludewig für eine Talent-Schulung nach Leopoldshöhe kommt. In diesem Rahmen soll die Bahn offiziell den Status „bundesliga-tauglich" erhalten.

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