Die Vorfreude auf den LZ-Cup ist bei C-Ligist SG Klüt-Wahmbeck groß

Sebastian Lucas

  • 0
Haben ein Herz für den Hallenfußball und die SG Klüt-Wahmbeck: Ralf (links) und Lars Stöffgen. - © Sebastian Lucas
Haben ein Herz für den Hallenfußball und die SG Klüt-Wahmbeck: Ralf (links) und Lars Stöffgen. (© Sebastian Lucas)

Detmold. Wie der Vater, so der Sohn: Bei der SG Klüt-Wahmbeck geben die Stöffgens die Richtung vor. Während sich Ralf (69) seit fast fünf Jahrzehnten im RSV Klüt engagiert und weiter als stellvertretender Vorsitzender und Fußball-Abteilungsleiter fungiert, übt Lars die Jobs Obmann und Spielertrainer aus. Ralf: „Zwischen meinem Sohn und mir gibt es natürlich immer wieder Diskussionen, aber uneinig sind wir uns eigentlich nie." Lars stimmt zu: „Dann geht es nur um Details." Beim Thema LZ-Cup sind die beiden ebenfalls voll auf einer Linie: „Ein super Wettbewerb."

Und die Vorfreude auf die 17. Auflage, die am Sonntag mit der Vorrunde in insgesamt sechs Hallen startet, ließ sich Lars Stöffgen auch nicht nach der Auslosung nehmen: „Zu keinem Zeitpunkt dachten wir an eine Abmeldung. Ich verfolgte die Auslosung live im Internet und freue mich darauf, mich mit diesen Topteams zu messen. Die Jungs ließen die Köpfe ebenfalls nicht hängen, schätzen die Aufgaben realistisch ein."

Den ein oder anderen Zähler abgreifen

In der DBB-Halle warten unter anderem die Bezirksligisten SG Hiddesen-Heidenoldendorf und FC Augustdorf auf den C-Liga-Zwölften. „Damit sind Platz eins und zwei weg", prognostiziert Ralf Stöffgen: „Wir treten aber auch nicht an, um weiterzukommen, sondern um mal einen Zähler abzugreifen." Der Trainer und Obmann betont: „An einem guten Tag können wir ’was holen. Aber auch Sabbenhausen-E., CSL Detmold und RSV Hörste gehen als Favoriten gegen uns ins Spiel."

Mit einem Zehn-Mann-Kader tritt Lars Stöffgen (arbeitet bei POS Tuning in Bad Salzuflen) an und nominiert die Spieler, die „am besten in mein Konzept passen. Wir wollen gut stehen, schnell umschalten und wenige Fehler machen." Im Tor setzt der Spielertrainer auf Routine pur: Dirk Gruhn dürfte als Ü50-Spieler der älteste Kicker der Veranstaltung überhaupt sein: „Ein super Rückhalt."

Nach dem Abstieg stand der Verein am Abgrund

Nach dem Abstieg aus der B-Liga im Sommer waren dunkle Wolken über der SG Klüt-Wahmbeck aufgezogen. „Uns drohte das Aus", verriet Ralf Stöffgen beim LZ-Besuch: „Aber mein Sohn hat die Karre aus dem Dreck gezogen. Dass wir nun wieder einen 18er-Kader haben, ist zu 60 Prozent sein Verdienst." In den nächsten Jahren sei die Rückkehr in die B-Klasse das Ziel: „Wir haben super Bedingungen und bauen neu auf, aber im Winter ist es schwierig."

Im Hintergrund zieht übrigens Inge, die Frau und Mutter des SG-Duos die Fäden, zur ersten Mannschaft des C-Ligisten gehört auch Sven Stöffgen (36, Bruder bzw. Sohn). Die SG Klüt-Wahmbeck ist also eine Herzens- und Familienangelegenheit der Stöffgens.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2020
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!