Detmold. In unserem vierten und letzten Teil des Rückblicks auf die Hinserie der Fußball-Kreisliga A Detmold werfen wir einen Blick ins gefährdete Tabellendrittel. Nur mit einer positiven Serie wird sich der SC Türkgücü Detmold retten können, sonst droht der bittere Abstieg in die B-Liga Detmold. CSL Detmold: Nach einem ordentlichen Start musste CSL zwischenzeitlich kleinere Brötchen backen. Eine Durststrecke von sechs Niederlagen ließen die Jungs um Coach Eduard „Eddy“ Pauls in die gefährdete Zone abrutschen. Doch sie steckten den Kopf nicht in den Sand. Herausragend vor der Winterpause war das 7:3 bei Oesterholz-Kohlstädt. „Wir sehen die Früchte der vergangenen zehn Jahre. Zehn Jugendspieler sind im Sommer zu den Senioren gestoßen. Wir haben im Durchschnitt eine der jüngsten Mannschaften der Liga“, erzählt Interimsobmann Andreas Janzen. „Mit Eddy haben wir einen guten und erfahrenen Trainer. Er wird CSL auch in der kommenden Saison trainieren“, so Janzen. TuS Eichholz-Remmighausen: Herzerfrischender Fußball und manchmal etwas „grün um den Schnabel“, so könnte man im Groben die Hinrunde beschreiben. „Ich bin nicht völlig unzufrieden, denke aber, dass wir insgesamt drei bis sechs Punkte zu wenig geholt haben. Es ist uns mehrfach nicht gelungen, eine Ein- oder Zwei-Tore-Führung in drei Punkte zu verwandeln“, meint Coach Tim Hosch. Auffallend ist, dass 12 der 16 Spiele daheim ausgetragen wurden. Vier Mal wechselte das Heimrecht, da Eichholz einen Kunstrasenplatz besitzt. „Demgegenüber spielten wir nur vier Mal in der Fremde, das kann ein großer Nachteil für die Rückrunde sein“, so Hosch weiter. „Für die Rückrunde müssen wir an der Konstanz arbeiten, aber auch die Qualität in der Breite erhöhen. Stand jetzt stehe ich auch in der kommenden Saison an der Linie. Eichholz ist ein langfristiges Event, was sich am Umfeld zeigt“, erzählt Hosch. RSV Hörste: Recht ordentlich startete der RSV in die Saison. Die Jungs um Trainer Florian Müller erkämpften sich drei Siege aus fünf Spielen. Mit der 1:5-Pleite in Schlangen begann das Dilemma. Es folgten neun Niederlagen in Folge. „Wir haben leider Einstellung und Leidenschaft vermissen lassen. Man muss sich immer voll reinhängen und alles geben – und das haben wir nicht getan“, so Müller. Hoffnung geben die letzten beiden Spiele vor der Winterpause. „Die Siege gegen CSL und Heiden waren wichtig für die Moral. Wir hoffen auf eine positive Rückserie, da einige verletzte Stammspieler wieder zur Verfügung stehen“, so Müller. BSV Müssen: Überwintern muss man auf dem vorletzten Tabellenplatz. Diese Platzierung hätte am Saisonende den Abstieg zur Folge. Den Spruch „in Schönheit sterben“ traf in vielen Spielen auf die Truppe um Coach Jan Brinkmann zu. 22 Tore sind die mit Abstand schwächste Offensive, obwohl der spektakuläre 5:3-Heimsieg gegen Spitzenreiter Blomberg herausstach. „Insgesamt sind wir nicht zufrieden mit unserer Punktausbeute. Der Anspruch der Mannschaft und den guten Fußball, den wir spielen, bis auf einige Ausnahmen, spiegelt die Platzierung nicht wider. Unser großes Problem liegt klar im Abschluss. Wir sind aber zuversichtlich, dass unser Trainer Jan Brinkmann die Mannschaft in der Rückrunde auf den richtigen Weg bringt“, erzählt Max Habernoll, er ist der neue Fußballobmann. SC Türkgücü Detmold: Sportlich lief es nicht rund. Mit sieben Pluspunkten ist der Abstand auf das rettende Ufer schon beträchtlich. „Trotz guter Vorbereitung kamen wir von Anfang an nur schleppend in die Serie. Wir ließen zu viel liegen. Leider haben wir es nicht einmal geschafft, zwei Spiele hintereinander mit der gleichen Aufstellung aufzulaufen. Die Pandemie hat uns immer begleitet. Das sind aber keine Ausreden. Wir haben Spieler dabei, die nicht zuverlässig waren, von denen wir uns jetzt trennen werden“, meint SC-Coach Erhan Eksioglu. Mit fünf neuen Akteuren möchte der SC in der Rückrunde die Aufholjagd starten. „Ich bin mir sicher, dass wir alles geben und längst noch nicht abgestiegen sind. Als Trainer werde ich auch in der kommenden Saison, das 15.(!) Jahr zur Verfügung stehen“, so Eksioglu.