Die deutschen Biathletinnen haben sich zum Abschluss des Heim-Weltcups in Oberhof ordentlich verkauft, den ersten Podestplatz in diesem Winter aber erneut verpasst. Als beste Athletin des Deutschen Skiverbandes bestätigte Franziska Preuß mit zwei Strafrunden ihren fünften Platz aus dem Sprintrennen.
Drei Positionen dahinter landete die viermal fehlerfreie Vanessa Vogt, die sich beim souveränen Sieg der Schwedin Elvira Öberg (1 Schießfehler) 19 Plätze nach vorn arbeitete. Das Podest komplettierten Suvi Minkkinen (1) aus Finnland und die Schwester der Siegerin, Hanna Öberg (2).
Einen Tag nach Rang drei in der Staffel war Preuß als Fünfte mit 47 Sekunden Rückstand auf Sprintsiegerin Elvira Öberg in das zehn Kilometer lange Jagdrennen gegangen. Direkt dahinter startete Janina Hettich-Walz. Sie fiel nach fünf Fehlschüssen jedoch auf den 17. Rang zurück.
Verbesserungen schafften Julia Tannheimer als 12. und Selina Grotian als 23., beide schossen dreimal daneben. Anna Weidel fiel mit drei Strafrunden auf den 43. Platz zurück.
Grotian unter Druck
Am kommenden Mittwoch geht es in Ruhpolding mit der Frauen-Staffel weiter. Vor allem Grotian steht beim zweiten Heim-Weltcup unter Druck. Die 21-Jährige hatte wegen einer Corona-Infektion die beiden Weltcups in Hochfilzen und Le Grand-Bornand verpasst und bisher erst fünf Rennen absolviert. Sie hat noch keine Olympia-Norm und in Bayern sind nur noch zwei Rennen, um es einmal unter die Top acht oder zweimal in die Top 15 zu schaffen.
Preuß, Tannheimer, Voigt, Hettich-Walz und Weidel haben die Norm bereits. Insgesamt haben die deutschen Frauen zwar sechs Startplätze. Aber Sportdirektor Felix Bitterling hatte schon angekündigt, erst einmal nur mit fünf Athletinnen nach Antholz zu reisen.