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Afrika Cup

Salahs Ägypter zittern sich mit Traumtor ins Viertelfinale

Ägyptens Mohamed Salah (l) erwischte nicht seinen besten Tag - traf aber trotzdem. © Mosa\\\\\\\'ab Elshamy/AP/dpa

Rekordsieger Ägypten mit Stürmerstar Mohamed Salah darf trotz eines holprigen Achtelfinal-Auftritts weiter vom achten Titel beim Afrika Cup träumen. Die favorisierten Pharaonen zogen in Agadir dank eines 3:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung gegen das von Gernot Rohr trainierte Benin ins Viertelfinale ein. In diesem trifft die Elf von Fußball-Lehrer Hossam Hassan am Samstag auf Burkina Faso oder Titelverteidiger Elfenbeinküste, die sich am Dienstag (20.00 Uhr) duellieren. Das Finale findet am 18. Januar in Rabat statt.

Im zweiten Achtelfinale des Tages triumphierte ebenfalls der Favorit. Nigeria siegte in Fès mühelos 4:0 (2:0) gegen Mosambik. Die Tore für die jederzeit überlegenen Super Eagles, die den Afrika Cup bislang dreimal holten, erzielten Ademola Lookman (20.), Victor Osimhen (25./47.) und Akor Adams (75.). Nigerias Viertelfinal-Gegner wird am Dienstag (17.00 Uhr) zwischen Algerien und der Demokratischen Republik Kongo ermittelt.

Marmoush vergibt Großchance

Daumen hoch: Nigerias Doppeltorschütze Victor Osimhen hatte gegen Mosambik leichtes Spiel. - © Themba Hadebe/AP/dpa
Daumen hoch: Nigerias Doppeltorschütze Victor Osimhen hatte gegen Mosambik leichtes Spiel. (© Themba Hadebe/AP/dpa)

Marwan Attia (69. Minute), Yasser Ibrahim (97.) und Salah (120.+4) ebneten den Ägyptern mit ihren Toren den Weg in die Runde der letzten acht Teams. Jodel Dossou (83.) hatte für den klaren Außenseiter zum zwischenzeitlichen 1:1 ausgeglichen. Die Premier-League-Profis Omar Marmoush von Manchester City und Liverpools Salah fielen gegen Benins starke Defensive kaum auf.

Marmoush hätte seinen Mitspielern womöglich einen etwas angenehmeren Arbeitstag bescheren können, doch der Ex-Frankfurter scheiterte in der Anfangsphase nach einem Konter frei vor Benins Torwart Marcel Dandjinou. Die restlichen Angriffsversuche waren oft leichte Beute für Rohrs aufmerksame Abwehrspieler.

In einer an Höhepunkten armen Partie sorgte schließlich Attia für einen lichten Moment, als er den Ball aus knapp 20 Metern mit der Innenseite ins linke obere Eck zirkelte. Benin antwortete mit viel Glück: Eine abgefälschte Flanke kratzte Ägyptens Torhüter Mohamed El-Shenawy gerade so vor der Linie weg, allerdings genau vor die Füße von Dossou, der mühelos vollendete. In der Verlängerung setzten Ibrahim per Kopf und Salah nach einem Konter die entscheidenden Stiche.

Rohr darf historischen Erfolg verbuchen

Für die Beniner endet die Reise nach Marokko trotz des Ausscheidens historisch. In der Vorrunde hatte das kleine westafrikanische Land beim 1:0 gegen Botsuana erstmals ein Spiel bei einem Afrika Cup gewonnen, die weiteren Gruppenspiele gegen die Demokratische Republik Kongo (0:1) und Senegal (0:3) endeten mit Niederlagen. Ägypten war in Gruppe B mit sieben Punkten als Erster weitergekommen.

Der frühere Fußball-Profi Rohr lief in seiner aktiven Zeit unter anderem für den FC Bayern München, Waldhof Mannheim und die Offenbacher Kickers auf.

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