Der ehemalige Premier-League-Schiedsrichter David Coote ist wegen des Besitzes von kinderpornografischem Material zu einer Bewährungsstrafe von neun Monaten verurteilt worden. Er hatte zuvor zugegeben, auf seinem Laptop ein Video gespeichert zu haben, das einen 15 Jahre alten Jungen bei sexuellen Handlungen zeigte. Coote hatte die Vorwürfe anfangs bestritten, sie dann aber im September vergangenen Jahres eingeräumt und auf schuldig plädiert.
Der Fall ist nur der jüngste in einer ganzen Reihe von aufsehenerregenden Verfehlungen des 43-Jährigen. Ende 2024 hatte sich die englische Schiedsrichter-Organisation von Coote getrennt. Zuvor hatte unter anderem ein Video, in dem er sich abfällig über den früheren Liverpool-Coach Jürgen Klopp äußerte, für Empörung gesorgt.
Weißes Pulver während EM in Deutschland geschnupft
Die Europäische Fußball-Union UEFA hatte den Engländer für längere Zeit gesperrt, nachdem ein weiteres Video aufgetaucht war, das ihn beim Schnupfen eines weißen Pulvers während der Europameisterschaft 2024 in Deutschland zeigen soll. Coote war damals im Team der Unparteiischen im Bereich Videobeweis tätig. In dieser Funktion war er unter anderem beim Achtelfinale Deutschland gegen Dänemark als Assistent im Einsatz.
Coote hatte unter anderem psychische Probleme und eine zerbrochene Beziehung für die Verfehlungen verantwortlich gemacht. Seine Strafmaßverkündung vor dem Crown Court Nottingham nahm er einem Bericht der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge zitternd entgegen. Äußern wollte er sich demzufolge nicht. Neben der Bewährungsstrafe wurde Coote auch zu 150 Sozialstunden verurteilt. Er muss sich zudem für eine Dauer von zehn Jahren von Minderjährigen fernhalten.