Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt steht kurz vor der Verpflichtung eines neuen Trainers. Man sei «auf der Zielgeraden der Verständigung», sagte Vorstandssprecher Axel Hellmann auf der Mitgliederversammlung der Eintracht. Man werde «in Kürze den neuen Trainer vorstellen».
Die Eintracht hatte sich vor gut einer Woche von Coach Dino Toppmöller getrennt und damit auf die sportliche Krise reagiert. Vor allem das Ziel erneute Europapokal-Qualifikation ist als Tabellenachter gefährdet. Als Kandidaten für die Nachfolge von Toppmöller werden unter anderem der frühere Dortmunder und Leipziger Trainer Marco Rose sowie St. Paulis Coach Alexander Blessin gehandelt.
Im sportlich unbedeutenden Champions-League-Spiel zu Hause gegen Tottenham Hotspur am Mittwoch (21.00 Uhr) wird wie schon zuletzt das Interimsduo Dennis Schmitt und Alexander Meier das Team betreuen. Schon vor dem letzten Spieltag steht fest, dass die Eintracht die K.-o.-Phase nicht mehr erreichen kann.
Hellmann mit Krösche-Kritik: «Kader falsch eingeschätzt»
Es habe am Ende der Amtszeit von Toppmöller die Überzeugung in den 45-Jährigen gefehlt, äußerte Hellmann. Er kritisierte indirekt aber auch die Verantwortlichen um Kaderplaner und Sportvorstand Markus Krösche. «Ich glaube, wir haben an der einen oder anderen Stelle und Position den Kader falsch eingeschätzt, und wir müssen feststellen, die eine oder andere Personalie hat schlichtweg nicht funktioniert», sagte Hellmann.
Zudem sei der Club in dieser Saison auch vom Pech verfolgt gewesen, betonte der 54-Jährige - zum einen bei Verletzungen, zum anderen bei den Auslosungen in der Champions League und im DFB-Pokal. Dort waren die Frankfurter in der zweiten Runde im Elfmeterschießen unglücklich an Borussia Dortmund gescheitert. «Aber darauf will ich es nicht schieben», sagte Hellmann über die Krise.