Der Deutsche Handballbund plant auch bei der Heim-WM im kommenden Jahr mit Bundestrainer Alfred Gislason an der Seitenlinie. «Wir sind jetzt mitten im Turnier und haben morgen die Chance, ins Halbfinale zu kommen. Wir haben eine Top-Sechs-Platzierung. Es gibt in diese Richtung keine Gedanken, dass wir etwas verändern», sagte Sportvorstand Ingo Meckes vor dem deutschen Endspiel ums EM-Halbfinale gegen Frankreich an diesem Mittwoch (18.00 Uhr/ZDF/Dyn). Der Vertrag von Gislason, der seit Anfang Februar 2020 im Amt ist, läuft noch bis nach der Heim-WM 2027. Nach der überraschenden Niederlage im zweiten Vorrundenspiel gegen Serbien war bereits viel über die Zukunft des 66-Jährigen spekuliert worden. Bei einem EM-Debakel und dem historischen Aus in der ersten Turnierphase wäre der Isländer wohl kaum noch zu halten gewesen. DHB-Präsident Andreas Michelmann hatte die Spekulationen vor dem Turnier angeheizt und eine vorzeitige Trennung nicht ausgeschlossen. Und auch vor dem Vorrundenendspiel gegen Spanien vermied Michelmann ein klares Bekenntnis zu Gislason.