Tennisprofi Daniel Altmaier hat mit dem Drittrunden-Einzug seinen bisher größten Erfolg bei den US Open gefeiert. Der 26-Jährige aus Kempen rang in einem erneuten Fünf-Satz-Krimi den früheren Top-Ten-Spieler Stefanos Tsitsipas aus Griechenland 7:6 (7:5), 1:6, 4:6, 6:3, 7:5 nieder. Im entscheidenden fünften Satz wehrte Altmaier beim Stande von 4:5 einen Matchball ab und glich zum 5:5 aus. Dann schwächelte Tsitsipas bei eigenem Aufschlag, auch ein Doppelfehler und eine verschlagene Vorhand des Griechen halfen Altmaier zum Sieg. Altmaier: «Für Momente wie diese spiele ich Tennis» Nach 4:21 Stunden und gegen Mitternacht (Ortszeit) verwandelte Altmaier seinen Matchball und ließ sich vor Freude auf den Boden fallen. Bei seiner vierten Teilnahme beim Grand-Slam-Turnier in New York steht er erstmals in der dritten Runde. «Ich habe mein Herz hier auf dem Platz gelassen. Für Momente wie diese spiele ich Tennis», sagte Altmaier. «Es ist schwierig zu beschreiben, wie ich mich fühle. Eine große Erleichterung.» Zu Beginn des vierten Satzes hatte Altmaier mit einem Break zurückgelegen, sich aber zurückgekämpft. «Es war mehr ein Kampf gegen mich selbst. Ich habe versucht, weiter an mich zu glauben.» Beim Handshake am Netz kam es zu einem Disput. Tsitsipas werde seine Worte wahrscheinlich morgen bereuen, sagte Altmaier bei Sky, ohne Details zu nennen. Alle drei deutschen Herren in Runde Mit dem Erfolg über Tsitsipas veredelte Altmaier seinen Fünf-Satz-Erfolg aus seiner Erstrundenpartie. Zum Auftakt des Grand-Slam-Turniers in New York hatte der Davis-Cup-Spieler Hamad Medjedovic aus Serbien in 4:46 Stunden niedergerungen. Sein nächster Gegner am Samstag ist nun der an Position acht gesetzte Australier Alex de Minaur. Altmaier ist neben Alexander Zverev und Jan-Lennard Struff der dritte Deutsche in der Herren-Konkurrenz in der dritten Runde. Bei den Damen ist noch Laura Siegemund im Rennen.