Spaniens Tennisstar Carlos Alcaraz steht im Finale des Six Kings Slam in Saudi-Arabien und darf weiter auf den großen Zahltag hoffen. Der Weltranglistenerste setzte sich im Halbfinale des lukrativen und hochklassig besetzten Show-Turniers gegen Taylor Fritz mit 6:4, 6:2 durch. Der US-Amerikaner Fritz hatte in der Runde zuvor den Hamburger Alexander Zverev besiegt. Im Finale am Samstag trifft Alcaraz auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen seinem italienischen Dauerrivalen Jannik Sinner und dem serbischen Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic. Der Gewinner der zweiten Auflage des umstrittenen Einladungsturniers erhält 4,5 Millionen US-Dollar. Als Antrittsgage erhält jeder der sechs geladenen Topstars 1,5 Millionen Dollar. Netflix mischt auch mit Beim Six Kings Slam gibt es keine Weltranglistenpunkte, keinen wichtigen Titel, kein Renommee zu gewinnen - dafür aber viel Geld. Der Sieger erhält für maximal drei Matches sechs Millionen US-Dollar und damit eine höhere Prämie als bei einem Triumph bei einem der vier Grand-Slam-Turniere. Die Spiele werden vom Streaming-Giganten Netflix übertragen, es ergeben sich also auch neue Vermarktungschancen. Für Kritiker ist das Tennisturnier aber auch ein Teil des sogenannten Sportswashing, mit dem das Königreich Saudi-Arabien von seinen Verstößen gegen Menschenrechte ablenken und sein Image verbessern wolle.