Markus Gaugisch bleibt auch über den Sommer hinaus Bundestrainer der deutschen Handballerinnen. Der Deutsche Handballbund und der 51-Jährige verkündeten rund einen Monat nach dem Silber-Coup bei der Weltmeisterschaft die Vertragsverlängerung bis einschließlich der Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Der gebürtige Göppinger steht seit April 2022 an der Seitenlinie des DHB-Teams. «Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem weiteren Engagement von Markus eine zentrale Weiche für den künftigen Erfolg des deutschen Frauenhandballs gestellt haben. Seine Spielphilosophie, seine Mannschaftsführung und seine Talententwicklung sind essenzielle Bausteine», äußerte DHB-Sportvorstand Ingo Meckes. Starke Bilanz unter Gaugisch Unter Gaugisch gelang der deutschen Riege vor zwei Jahren in Frankreich nicht nur die erstmalige Olympia-Qualifikation seit 2008. Der Gymnasiallehrer hatte im Dezember entscheidenden Anteil daran, dass die DHB-Auswahl mit Silber ihren größten Erfolg seit dem WM-Titel 1993 feierte. Daran anknüpfend soll Gaugisch sein Team nun auch bei der EM im Dezember aufs Podest führen. 76 Länderspiele bestritten die DHB-Frauen bislang mit Gaugisch. Die Bilanz: 49 Siege, ein Remis, 26 Niederlagen. «Wir haben inzwischen eine stabile Basis geschaffen, so dass wir an feineren Formen unseres Spiels arbeiten können. Das ist unsere Aufgabe, um das nächste Level zu erreichen», erklärte der Schwabe. Gaugisch dementiert Angebote aus Männer-Bundesliga Unmittelbar nach der WM hatte Gaugisch seine Zukunft noch offen gelassen. Der Bundestrainer soll auch mit einer Trainerrolle im Männerbereich geliebäugelt haben. Berichte über Angebote aus der Bundesliga hatte er zuletzt dementiert. Gaugischs Schützlinge um Kapitänin Antje Döll und Xenia Smits hatten sich reihenweise für eine weitere Zusammenarbeit starkgemacht.