Felix Loch und Julia Taubitz haben Siege beim Heim-Weltcup in Winterberg verpasst. Der dreimalige Olympiasieger Loch lag im Einsitzer-Rennen 0,105 Sekunden hinter dem Österreicher Jonas Müller, Gesamtweltcupgewinnerin Julia Taubitz war 0,087 Sekunden langsamer als Hannah Prock.
Die Österreicherin übernahm nach fünf von neun Rennen die Führung im Gesamtweltcup mit zwei Punkten Vorsprung vor Taubitz. Felix Loch verteidigte die Spitzenposition, liegt nach insgesamt drei Saison-Siegen nun mit einem Zähler vor Müller.
Am Schlitten gebastelt
Nachdem er im ersten Durchgang «ein bisschen gestrauchelt» und nur Vierter geworden war, schaffte Loch es noch auf das Podest. «Im zweiten Lauf habe ich voll angegriffen, ein bisschen was am Schlitten verändert. Das hat mir noch einmal eine gewisse Sicherheit gegeben», sagte der 36-Jährige.
Nach Müllers Bahnrekordfahrt im ersten Durchgang gelang Loch im zweiten Durchgang die Bestzeit. Fünfter wurde Weltmeister Max Langenhan, im Gesamtweltcup liegt der Vorjahresgewinner als Dritter 66 Zähler hinter seinem Teamkollegen Felix Loch.
Im Damen-Wettbewerb ist Hannah Prock in Winterberg eine Klasse für sich. Die 25 Jahre alte Rennrodlerin aus Innsbruck hatte beim Weltcup-Auftakt im Sauerland im Dezember erstmals in ihrer Karriere ganz oben auf dem Podest gestanden, nun holte sie ihren zweiten Saisonsieg. Ex-Weltmeisterin Anna Berreiter aus Berchtesgaden kam auf Rang sechs.
«Bei 75 Prozent bin ich schon»
Julia Taubitz, die im Dezember in Lake Placid ihren bislang einzigen Saisonsieg eingefahren hatte, war vor den Winterberg-Rennen von den Ärzten aufgepäppelt worden, wie sie selbst in der ARD sagte. «Ich lege mich direkt wieder ins Bett und ich schone mich auch, aber ich bin froh, dass ich es gemacht habe», meinte die 29-Jährige. Nach ihrem fünften Saisonrennen stellte sie fest: «Bei 75 Prozent bin ich schon.»
Für die Rennrodlerinnen und Rennrodler stehen zwei Rodel-Wochen in Oberhof an, ehe es in Italien um Olympia-Medaillen geht.