Der slowenische Skiverband (SAS) wird am Dienstag beim Internationalen Skiverband (Fis) eine offizielle Beschwerde wegen der Vorkommnisse um Vierschanzentournee-Sieger Domen Prevc beim Teamwettbewerb der Skiflug-WM einlegen. Es gehe nicht darum, «außergewöhnliche Maßnahmen» oder eine öffentliche Debatte anzustoßen. Es gehe vielmehr um eine Klarstellung vonseiten der Fis, um ähnliche Situationen in Zukunft zu vermeiden, hieß es in einer Stellungnahme des SAS.
Skiflugweltmeister Prevc hatte am Sonntag seine Ski auf der Schanze verloren und konnte im ersten Durchgang nicht fliegen. Während der norwegische Vize-Weltmeister Marius Lindvik auf sein Startzeichen wartete, flogen die Ski von Prevc an ihm vorbei. Die Ski rutschten zunächst die Heini-Klopfer-Skiflugschanze hinunter, mindestens einer flog auch bis in den Auslauf.
Faire, sichere und gleiche Bedingungen gefordert
Prevc hatte bei der Vorstartmaterialkontrolle die Ski an ein Zelt gelehnt, von dort hätten sie sich selbstständig gemacht, sagte Andreas Bauer, Materialchef der Fis. Es sei Eigenverschulden des Athleten gewesen. Im zweiten Durchgang durfte Prevc wieder starten, weil er keinen Regelverstoß begangen habe. Slowenien ging beim Sieg Japans als Sechster leer aus.
Für den slowenischen Verband hat die Entscheidung «ernste Bedenken» über die gleichen Bedingungen sowie die Transparenz in einem Schlüsselmoment des Wettbewerbs hervorgerufen. «Faire, sichere und gleiche Bedingungen» sicherzustellen, sei die Basis für das Vertrauen in den Skisprungsport und in funktionierende Sportinstitutionen, hieß es.