Lippische Landes-Zeitung: Nachrichten aus Lippe, OWL und der Welt

Migration

Zehn Migranten auf dem Weg in die USA in Panama ertrunken

Auf der unwegsamen Migrationsroute durch den Darién-Dschungel im Süden Panamas sind zehn Menschen von einem reißenden Fluss mitgerissen worden. Ihre Leichen seien nahe der Gemeinde Carreto an der Karibikküste des mittelamerikanischen Landes gesichtet worden, teilte die nationale Grenzbehörde mit. Die Staatsanwaltschaft ermittle.

Zahlreiche Menschen aus Südamerika, der Karibik und anderen Regionen der Welt machen sich auf den gefährlichen Weg zwischen Süd- und Mittelamerika, hauptsächlich mit dem Ziel, in die USA zu gelangen. Die US-Grenze liegt Tausende Kilometer weiter nördlich. Rund 520.000 Erwachsene und Kinder nutzten im vergangenen Jahr die Route.

Stacheldrahtzaun gegen irreguläre Grenzübertritte

Die Berge sind unwegsam, die Sümpfe tief: Der Dschungel des Dariéns gilt als eine der gefährlichsten Migrationsrouten der Welt. (Archivbild) - © Arnulfo Franco/AP
Die Berge sind unwegsam, die Sümpfe tief: Der Dschungel des Dariéns gilt als eine der gefährlichsten Migrationsrouten der Welt. (Archivbild) (© Arnulfo Franco/AP)

Der neue panamaische Präsident José Raúl Mulino, der am 1. Juli sein Amt antrat, ließ an der Südgrenze 4,7 Kilometer Stacheldraht aufstellen, um sechs irreguläre Passagen zu schließen und nur noch einen sicheren Korridor offenzulassen. Die Regierung will so die Migrationszahlen senken und die Schleuserbanden besser bekämpfen.

Trotz der Einrichtung des humanitären Korridors würden internationale Banden weiterhin versuchen, die Migranten durch die irregulären Grenzübergänge zu schleusen, hieß es in der Mitteilung der Grenzbehörde zu den ertrunkenen Migranten.

Empfohlener redaktioneller Inhalt


Wir bieten an dieser Stelle weitere externe Informationen zu dem Artikel an. Mit einem Klick können Sie sich diese anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

Externe Inhalte

Wenn Sie sich externe Inhalte anzeigen lassen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Weitere Hinweise dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Abkommen mit den USA unterzeichnet

Noch am Tag der Amtseinführung unterzeichnete Mulinos Regierung ein Abkommen mit der US-Regierung zur Rückführung von Migranten in ihre Heimatländer. Demnach wird Washington die Kosten für die Flüge übernehmen. Laut der panamaischen Regierung wird die Rückkehr der Migranten freiwillig sein. Die irreguläre Einwanderung ist eines der dominierenden Themen im Wahlkampf der US-Präsidentschaftswahl 2024.

Der Dschungel des Dariéns gilt als eine der gefährlichsten Migrationsrouten der Welt - nicht nur wegen des teils gebirgigen, teils sumpfartigen Terrains, sondern auch wegen der dort aktiven kriminellen Banden, die die Menschen häufig ausrauben oder sexuell missbrauchen. Die Migranten fliehen vor Armut, Gewalt und politischen Krisen in ihren Heimatländern.


Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2026
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.