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Essener Landgericht

Millionenschwerer Drogenschmuggel aus Syrien: Haftstrafen

Für ihre Beteiligung an millionenschweren Drogengeschäften zwischen Syrien, Rumänien und Saudi-Arabien sind drei Männer aus Deutschland zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt worden. Das Essener Landgericht hat am Donnerstag bis zu zehn Jahre und neun Monate Haft verhängt. Laut Urteil waren die 23 bis 55 Jahre alten Angeklagten Teil eines internationalen Schmugglerrings, der auch Schmiergelder an die 4. Division des syrischen Heeres gezahlt haben soll.

Ende 2019 war ein erster See-Container von Syrien über Rumänien auf den Weg nach Saudi-Arabien geschickt worden. Die Ladung: Mehr als zwei Millionen Captagon-Tabletten, versteckt in zwölf Kühlaggregaten. Das Rauschgift war jedoch vom rumänischen Zoll entdeckt und sichergestellt worden.

Auch zwei weitere Container, in denen unter libanesischer Seife rund 1,3 Tonnen Haschisch, 700 Kilo Amphetamin und vier Millionen Captagon-Tabletten versteckt waren, wurden in Rumänien abgefangen. Nicht entdeckt wurden laut Urteil 20 bis 30 Kilo Kokain.

Die syrischen und deutsch-algerischen Angeklagten hatten im Prozess Geständnisse beziehungsweise Teilgeständnisse abgelegt. Demnach waren sie vor allem in die Logistik außerhalb Syriens eingebunden. Als weitere Strafen sind einmal neun Jahre Haft und einmal zwei Jahre und neun Monate Haft verhängt worden. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

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