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Für Eltern sehr spät

Eltern fordern frühere Infos zu Schulschließungen in NRW

Die Landeselternschaft der Grundschulen fordert frühere Informationen über drohende Schulschließungen. Wenn die Schulen bereits am Freitag auf ein solches Szenario für Montag hingewiesen worden seien, wäre es sinnvoll gewesen, auch die Eltern dabei einzubinden, sagte Vorsitzende Josephine Behrens der Deutschen Presse-Agentur.

Dann hätten Eltern die Möglichkeit gehabt, schon über einen Plan B für die Betreuung der Kinder nachzudenken. So sei die Information über den landesweiten Distanzunterricht erst mit der Entscheidung der Landesregierung am Sonntagnachmittag erfolgt. Das sei gerade für berufstätige Eltern zu spät. Künftig sollte es einen besseren Informationsfluss geben.

Sicherheit stehe an erster Stelle

Nach den ihr vorliegenden Rückmeldungen gebe es nur wenige Einzelfälle, in denen Grundschulen keine Notbetreuung für Schüler angeboten haben. Die Entscheidung des Schulministeriums, angesichts der Glatteisgefahr am Montag die Schulen geschlossen zu lassen und für diesen Tag Distanzunterricht anzuordnen, sei nachvollziehbar. Die Sicherheit der Schüler stehe an erster Stelle.

Beim Umfang der gestellten Aufgaben im Distanzunterricht seien keine besonderen Auffälligkeiten bekanntgeworden. «Laut unseren Rückmeldungen an die Landeselternschaft gab es eine angemessene Aufgabenverteilung», sagte Behrens auf die Frage, ob die Anforderungen zu umfangreich seien.

Mitteilung von Sonntagnachmittag

Wegen der Gefahr von starkem Glatteis auf den Straßen gingen die Schulen in Nordrhein-Westfalen für einen Tag lang landesweit in den Distanzunterricht. In den Schulen werde nur eine Notbetreuung angeboten, hatte die Landesregierung am Sonntagnachmittag für den kommenden Tag mitgeteilt.

NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU) sagte in einem Gespräch des Senders WDR2, bereits am Freitag seien die Schulen in Nordrhein-Westfalen sensibilisiert worden, dass eine solche Entscheidung kommen könnte.

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