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Weltraumwetter

Seltenes Spektakel: Polarlicht am Niederrhein und Ruhrgebiet

Ein geomagnetischer Sonnensturm hat in der Nacht für ein seltenes Naturspektakel gesorgt: Polarlichter, die es sonst in Nordrhein-Westfalen äußerst selten zu sehen gibt. Spektakuläre Grün- und Rotfärbungen am Himmel meldeten Beobachter etwa aus dem Ruhrgebiet und vom Niederrhein.

In sämtlichen Bundesländern und meist auch schon in tieferen Lagen waren die Polarlichter zu sehen, wie die stellvertretende Leiterin am Haus der Astronomie in Heidelberg, Carolin Liefke, am Morgen sagte. Einzig in Rheinland-Pfalz und Saarland sei es teilweise zu bedeckt gewesen. Doch auch von dort habe sie inzwischen Fotos gesehen, auf denen Polarlichter zu sehen waren.

DWD: Lichter waren bis zu den Alpen zu sehen

Wegen der Stärke des Sonnensturms seien die Lichter in der Nacht sogar bis zu den Alpen zu sehen gewesen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. «Wir hatten eine stärkere Eruption der Sonne und die ist jetzt bei uns angekommen», sagte Markus Bayer, Meteorologe beim DWD. Durch die Eruption flogen Teilchen von der Sonne in Richtung Erde.

Sie werden bei Sonnenstürmen vom Erdmagnetfeld in Richtung Pole gelenkt und dringen in die Erdatmosphäre ein, heißt es auf der Webseite des DWD dazu. «In den oberen Schichten der Atmosphäre treffen die geladenen Teilchen auf Luftmoleküle und regen diese zum Leuchten an.»

Geomagnetischer Sonnensturm erreichte zweithöchste Stufe

Der geomagnetische Sturm erreichte Montagabend die zweithöchste Stufe G4, wie die US-Atmosphärenbehörde Noaa berichtete. Möglich seien bei dieser Stärke unter anderem Auswirkungen auf Satelliten. So könne auch das GPS-System ausfallen.

Die Eruptionswolke der Sonne habe die Strecke zwischen Sonne und Erde in nur etwa 25 Stunden bewältigt, berichtete die Astronomie-Plattform «Spaceweather». Das sei extrem schnell. Normalerweise benötige eine solche Wolke für diese Strecke drei bis vier Tage.

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