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Demonstration in Dortmund

Nach Demo in Dortmund: Attacken auf Imbiss und Beamte

Nach einer pro-kurdischen Demonstration in der Dortmunder Innenstadt sind sieben Polizisten verletzt worden. In ihrer unmittelbaren Nähe seien Böller detoniert, teilte die Polizei mit. Außerdem seien Steine auf die Einsatzkräfte geworfen worden, durch die niemand verletzt worden sei. Außerdem hätten am Rand der Versammlung am Dienstagabend mehrere Teilnehmer randaliert und Fensterscheiben eines Imbisses beschädigt.

Die Polizei bewertete die Vorfälle nach der Demonstration als «massive Ausschreitungen» und «schwerwiegende Straftaten». Ein Polizeisprecher erklärte, es liefen umfangreiche Ermittlungen. Dabei sollen unter anderem auch Videos ausgewertet werden, die von Privatpersonen und Einsatzkräften aufgenommen wurden. Intensive Ermittlungen zur Identifizierung der Tatverdächtigen dauerten an, teilte die Polizei bereits in der Nacht mit. Es werde wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs ermittelt.

Auch Bundespolizei ermittelt

Die Abschlusskundgebung einer pro-kurdischen Demo fand vor dem Dortmunder Hauptbahnhof statt. - © Alex Talash/dpa
Die Abschlusskundgebung einer pro-kurdischen Demo fand vor dem Dortmunder Hauptbahnhof statt. (© Alex Talash/dpa)

Auch die Bundespolizei, die für den Dortmunder Hauptbahnhof zuständig ist, ermittelt gegen mehrere Personen. In der Abreisephase nach der Demonstration hätten Einsatzkräfte eine Schlägerei unterbunden, teilte ein Sprecher mit. Auch habe es den Versuch einer Gefangenenbefreiung gegeben, als Personen der Wache zugeführt werden sollten. Beamte hätten außerdem einen Mann gestellt, der Flaschen auf Unbeteiligte geworfen haben soll.

Auch Polizisten aus anderen Städten wurden nach Dortmund beordert, nachdem statt der angemeldeten 400 rund 4.000 Menschen an der Demo teilnahmen. - © Alex Talash/dpa
Auch Polizisten aus anderen Städten wurden nach Dortmund beordert, nachdem statt der angemeldeten 400 rund 4.000 Menschen an der Demo teilnahmen. (© Alex Talash/dpa)

Bei der Kontrolle eines weiteren Mannes sei ein mitgeführtes Messer sichergestellt worden. Insgesamt mussten den Angaben zufolge sieben Personen zur Wache der Bundespolizei mitkommen, wo ihre Personalien festgestellt worden seien. Danach seien alle entlassen worden, erklärte der Sprecher. Beamte der Bundespolizei wurden bei dem Einsatz nicht verletzt.

Die Demo sorgte in Dortmund auch für Verkehrsbehinderungen. - © Alex Talash/dpa
Die Demo sorgte in Dortmund auch für Verkehrsbehinderungen. (© Alex Talash/dpa)

Rund 4.000 Menschen hatten in der Dortmunder Innenstadt nach Schätzung der Polizei an der Demonstration teilgenommen. Sie hatte laut den Beamten das Motto «Gegen das Töten von Unschuldigen, Zivilisten und Kindern». Bei einer Liveübertragung eines Teilnehmers im Internet waren unter anderem zahlreiche pro-kurdische Flaggen zu sehen.

Die Demonstranten schwenkten bei der Abschlusskundgebung zahlreiche pro-kurdische Flaggen. - © Alex Talash/dpa
Die Demonstranten schwenkten bei der Abschlusskundgebung zahlreiche pro-kurdische Flaggen. (© Alex Talash/dpa)

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Auch Polizeikräfte aus umliegenden Polizeibehörden wurden hinzugezogen. Die Versammlung sei im Vorfeld mit rund 400 Teilnehmenden angezeigt worden, erklärte die Polizei. Nach dpa-Informationen waren mehrere Hundert Beamte im Einsatz.

Demonstrationen gegen den Krieg in Nordsyrien gab es am Dienstag unter anderem auch in Düsseldorf, Münster und Siegen.

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