Vor dem Freitagabend-Spiel beim 1. FC Köln sind beim VfL Wolfsburg die Abstiegsangst und die erheblichen Zweifel an der Zusammensetzung des Kaders wieder zurück. Trainer Daniel Bauer stellte sich dennoch vor sein viel kritisiertes Team: «Wir werden morgen ein anderes Gesicht zeigen. Ich bin einfach total davon überzeugt, dass wir morgen eine Antwort geben, eine Reaktion zeigen», sagte der 43-Jährige bei seiner Pressekonferenz zu dieser Partie (Freitag, 20.30 Uhr/Sky).
Nach Bauers Beförderung zum Interims- und kurz danach zum Cheftrainer im November und Dezember ging es mit den Leistungen des Tabellenzwölften zunächst bergauf. Gegen den 1. FC Heidenheim (1:1) und den FSV Mainz 05 (1:3) verpassten es die Wolfsburger aber zuletzt, sich weiter von den Abstiegsplätzen abzusetzen. Vor allem die schwache Leistung in Mainz nannte Bauer einen «deutlichen Rückschritt».
«Sind nicht besser als der Tabellenstand»
Der Trainer warnte jedoch davor, zu viel von seiner Mannschaft zu erwarten. Die sportliche Krise des VfL habe nicht erst in diesen Wochen begonnen. «Es ist immer ein großes Thema in Wolfsburg, dass man von Qualität spricht und uns viel besser und viel weiter sieht. Der Ist-Zustand, der Status quo auch der letzten Spielzeiten war aber nicht besser», sagte Bauer. «Und für mich drückt sich Qualität am Ende in konstanten Leistungen aus. Da sind wir im Moment nicht besser als der Tabellenstand, auf dem wir jetzt gerade stehen.»
Ein Ausweg daraus sei, «brutal zu punkten». Ein anderer, den Kader bis zum Ende der Transferfrist am Montagabend noch einmal zu verstärken. Priorität hat für den VfL mindestens ein neuer Abwehrspieler. «Wir sind weiterhin auf der Suche nach Stabilität. Deshalb wehrt man sich als Trainer natürlich nie gegen qualitative Verstärkungen», sagte Bauer.