Gefahr auf der Autobahn 2: Bielefelder Polizei führt Hochzeitskonvoi ab

Dennis Rother

An der Anschlussstelle Bielefeld-Ost war Schluss für den Korso. - © Symbolfoto: Pixabay
An der Anschlussstelle Bielefeld-Ost war Schluss für den Korso. (© Symbolfoto: Pixabay)

Bielefeld. Ein Hochzeitskonvoi durch OWL hat jetzt einen größeren Einsatz der Polizeibehörden Bielefeld und Minden-Lübbecke ausgelöst. Autos rasten und bremsten plötzlich ab, hielten auf Kreuzungen, fuhren in Schlangenlinien und überquerten Sperrflächen. Beamte führten die Wagen schließlich von der Autobahn 2 ab.

Der Vorfall ereignete sich nach Polizeiangaben bereits am Ostersamstag. Ein Zeuge rief am frühen Nachmittag den Notruf in Minden, weil er mehrere Verkehrsverstöße melden wollte. Der Mann teilte mit, dass ihm gegen 13.20 Uhr bereits auf der B 65 im benachbarten Bückeburg eine etwa 15 bis 20 Fahrzeuge umfassende Kolonne aufgefallen sei.

Angehalten mitten auf der Kreuzung

Einige Autofahrer seien in Schlangenlinien gefahren, so dass ein Überholen nicht möglich gewesen sei. Zudem sei der Konvoi mehrfach mit sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten gefahren, wobei an einigen der Autos die Warnblinkanlage eingeschaltet war.

Zum Zeitpunkt des Anrufes befand sich der Korso bereits auf der B 482 in Porta Westfalica-Hausberge und fuhr auf die Autobahn 2 in Richtung Bielefeld. Zuvor soll der Fahrer eines Sportwagens an der Kreuzung B 482/Findelstraße mit hoher Geschwindigkeit über Sperrflächen gefahren sein und mitten auf der Kreuzung angehalten haben.

Fahrer wollten Braut abholen

Einsatzfahrzeuge der beteiligten Polizeibehörden leiteten den Konvoi schließlich an der Anschlussstelle Bielefeld-Ost ab und stoppten die Fahrer. Während der Kontrolle wurde aus den Reihen der Hochzeitsgesellschaft angegeben, dass man auf dem Weg sei, die Braut abzuholen. Danach wolle man zur eigentlichen Feier nach Stadthagen fahren.

Nach den erfolgten Personalienfeststellungen wurden die Beteiligten eindringlich auf die Einhaltung der Verkehrsvorschriften hingewiesen. Zudem wurde das Fahren in größeren Gruppen untersagt. Die beteiligten Personen stammten überwiegend aus Städten in Niedersachsen, vereinzelt aber auch aus NRW. Die Polizei Minden hat die Ermittlungen übernommen. Ob neben den Verkehrsverstößen möglicherweise auch Verkehrsstraftaten begangen wurden, soll ebenfalls ermittelt werden.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2019
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.