Bielefeld/Bad Wünnenberg. Das Hauptzollamt Bielefeld hat am Montagmittag auf der A 44 in der Nähe des Autobahnkreuzes Bad Wünnenberg einen gewaltigen Drogenfund sichergestellt. Bei einer Zollkontrolle entdeckte eine Paderborner Kontrolleinheit in einem Pkw mit niederländischem Kennzeichen 18 Kilogramm des Rauschgifts Crystal.
"Diese Menge ist mit rund 18 Kilogramm der mit Abstand größte Crystalfund der Paderborner Kollegen. Auf dem Schwarzmarkt wären diese illegalen Drogen für etwa 1,4 Millionen Euro verkauft worden", erklärte Kirsten Schüler, Pressesprecherin des Hauptzollamts Bielefeld.
Auf die Drogen aufmerksam wurden die Paderborner Beamten bei einer Zollkontrolle. Der Fahrer erklärte in gebrochenem Deutsch und Englisch, dass er in Leipzig ein Auto kaufen wolle und dafür 1.000 Euro dabei hätte.
Die Beamten entdeckten 32 Drogenpakete im Auto
Da der Reisende einen sehr nervösen Eindruck machte, wurde das Fahrzeug einer genaueren Kontrolle unterzogen. Sehr schnell wurden die Zöllner fündig. Aus einem Hohlraum, der vom Kofferraum aus zugänglich war, kamen fünf Pakete mit dem Rauschgift Crystal zum Vorschein.
Der Fahrer wurde vorläufig festgenommen. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet. Für eine weitere intensive Suche wurde das Fahrzeug in eine Autowerkstatt nach Anröchte überführt. Nachdem dort weitere Pakete hinter der Verkleidung der Kofferraumklappe sowie in speziell für den Schmuggel hergerichteten Verstecken gefunden wurden, präsentierte der Fahrer sichtlich erschüttert über das Ausmaß der Entdeckung eine neue Version seines Reiseauftrags.
Wenn er in Leipzig ankomme, solle er eine Person über eine in einem Handy eingespeicherte Telefonnummer anrufen. Für die Rückreise sollte er ein anderes Fahrzeug benutzen. Was er transportiere hätte er nicht gewusst. Insgesamt konnten letztendlich 32 Pakete aus dem PKW entnommen werden.
Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Frankfurt/Main im Auftrag der Staatsanwaltschaft Paderborn.