Phoenix Contact schafft 1100 neue Stellen

Blomberger Elektronikhersteller wächst weiter

Marianne Schwarzer

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Innovation: Die Geschäftsführer Roland Bent und Frank Stührenberg präsentieren eine Riesen-Klemme. - © Bernhard Preuss
Innovation: Die Geschäftsführer Roland Bent und Frank Stührenberg präsentieren eine Riesen-Klemme. (© Bernhard Preuss)

Blomberg. Punktlandung: Etwa 8 Prozent Umsatzsteigerung hatte sich das Management beim Blomberger Elektronikhersteller für das Jahr 2014 ausgerechnet. 8,5 Prozent sind es geworden. Entsprechend zufrieden blickte der neue Leiter der Geschäftsführung, Frank Stührenberg, bei der Frühjahrspressekonferenz gestern drein.

Seit dem Wirtschaftseinbruch von 2009 zeigt die Kurve steil nach oben, und entsprechend hat sich auch die Mitarbeiterzahl entwickelt: Weltweit beschäftigt das Unternehmen 14.000 Mitarbeiter. Das sind weltweit 1100 mehr als im Vorjahr, 700 sind allein in Deutschland hinzugekommen. Immerhin ein Drittel des Umsatzes von 1,775 Milliarden Euro generiert Phoenix Contact auf dem deutschen Markt - "das hat sich stabilisiert." Im Jahr 2000 lag der Umsatz noch bei 600 Millionen Euro. Wann knackt Phoenix Contact die zweite Milliarde? - "Das ist nicht mehr so entscheidend wie die erste", betont der langjährige Geschäftsführer Vertrieb.

"Wir halten nach wie vor an unserer Philosophie fest, alle Projekte aus eigener Tasche zu finanzieren, und dazu brauchten wir eine bestimmte Umsatzgröße." 170 Millionen will Phoenix Contact in diesem Jahr investieren. 25 davon fließen in den Standort Bad Pyrmont; hier entstehen 18.000 Quadratmeter Büros, Labore und Ausstellungsfläche. Etwa 22 Millionen fließen in den Produktionsstandort Polen. Phoenix Contact investiert auch in China und gründet dort eine Tochter von E-Mobility. "Der Markt der Elektromobilität entwickelt sich dort deutlich dynamischer als in Europa", sagt Stührenberg. Apropos dynamisch: Alle Anstrengungen sind derzeit auf die Digitalisierung der Industrie ausgerichtet, und das wird Phoenix Contact auch auf der Hannover Messe zeigen.

"Wer diese Entwicklung verschläft, wird zu den Verlierern zählen. Und wir wollen zu den Gewinnern gehören", sagt Geschäftsführer Roland Bent. Zu den Neuheiten auf der Messe gehören unter anderem ein innovatives Sicherheitsrelais im Miniformat und ein Überspannungsschutz, der Blitze abfängt, aber das Betriebssystem stabil hält.

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