Weitere Bahn-Halte in Detmold nicht möglich

Sven Koch

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Symbolbild - © Symbolbild
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Detmold. Neue Bahnhaltestellen in Detmold würden umfangreiche Ausbauten der Bahnlinie zwischen Herford und Altenbeken erfordern. Darauf weist der Fahrgastverband Pro Bahn hin. Die Freien Wähler in Detmold hatten sich für neue Haltestellen ausgesprochen. Der Verband erteilt auch eine Absage an einen Innenstadtring, der den gut funktionierenden Stadtbusverkehr zu sehr beeinträchtigen würde.

„Wir haben schon vor Jahren die technischen Möglichkeiten geprüft, ob rund um Detmold neue Bahnhalte möglich sind. Das Ergebnis ist eindeutig: Nördlich vom Detmolder Bahnhof sind neue Haltepunkte praktisch unmöglich. Südlich vom Detmolder Bahnhof ist der zweigleisige Ausbau von Remmighausen bis Himmighausen erforderlich", erklärt Rainer Engel, stellvertretender Vorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn in Ostwestfalen.

Das koste zwar Millionen, aber der Verband wolle dieses Projekt vorausschauend zum Regionalplan anmelden. Generell aber sieht es schlecht aus. „Der heutige Taktverkehr auf den eingleisigen Strecken durch Lippe lässt nicht einmal eine Verdichtung des Fahrplans zu", erklärt Engel.

Ein vollständig zweigleisiger Ausbau wäre wünschenswert, erfordere aber entlang der Strecke einen zusätzlichem Geländestreifen, damit heutige Sicherheitsanforderungen erfüllt werden würden. „Wenn auf Detmolder Gebiet Grünstreifen verbaut und Häuser abgerissen werden müssen, werden die Bürger auf die Barrikaden gehen", so Engel.

Der Fahrgastverband setze sich daher für einen kurzen zweigleisigen Abschnitt im unbebauten Gelände zwischen Schötmar und Sylbach ein, damit die Züge nach Herford halbstündlich fahren können. „Damit sind neue Bahnhalte aber nicht möglich", erklärt Engel. „Der Fahrplan ist ausgereizt, es gibt keine zusätzliche Minute für Halte."

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