Gedenken an die Katastrophe von Varenholz

Wulf Daneyko

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Soldaten salutieren am Weserufer für ihre toten Kameraden. Foto: Daneyko
Soldaten salutieren am Weserufer für ihre toten Kameraden. Foto: Daneyko

Kalletal-Varenholz. Vor 90 Jahren ertranken bei einem schweren Militärunglück zu Friedenszeiten 80 Soldaten und ein Zivilist in den Fluten der Weser bei Varenholz. Aus diesem Anlass veranstalteten die Kirchengemeinde Varenholz und die örtlichen Vereine einen Gedenkgottesdienst an der Fährstation.

„In ehrenvollem Gedenken - Die Vereine aus Erder, Varenholz, Stemmen und Kirchengemeinde“ stand auf dem Band des blumengeschmückten Kranzes, der vor dem Rednerpult aufgestellt war. Im Rahmen einer Reichswehrübung sollte damals die Weserquerung mittels vier verbundener Pontons vollzogen werden. Der Fluss führte zu der Zeit gerade Hochwasser. Nachziehende Wellen des passierenden Bäderdampfers „Fürst Bismark“ schlugen in die mit 164 Personen besetzte Gierfähre und brachten sie zum Kentern. Aufgrund ihrer schweren Ausrüstung versanken viele Soldaten binnen kürzester Zeit in den eiskalten Fluten. Unter ihnen war auch ein Zivilist aus Varenholz: der Kaufmann Wilhelm Brand.

Im Anschluss an den Gottesdienst trugen Mitglieder der Löschgruppe Erder den Kranz und 81 Kerzen ans Weserufer.

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Bild „Namensverlesung“:

Mitglieder des Kirchenvorstandes verlesen die Namen der Opfer und entzünden für jeden eine Kerze.

Bild „Kranz tragen“:

Die beiden Löschgruppenführer Michael Sander aus Erder (rechts) und Heiner Puls von Varenholz/Stemmen tragen den Kranz zum Weserufer.

Bilder „Ehrung 1+2“:

Nacheinander ehrten die Mitglieder der Löschgruppe Erder vor dem Kranz die Verstorbenen von 1925.

Bild „Salutieren“:

Vertreter der drei Militärgattungen salutierten am Kranz zu Ehren ihrer verstorbenen Kameraden.

Bild „Ufer“:

Zum Gedenken an die 81 Opfer der Fährunglücks wurde am Weserufer ein Kranz und Kerzen niedergelegt.

Foto: Daneyko

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