ProBahn kritisiert die Zugausfälle der Eurobahn

Kirsten Fuhrmann

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Jetzt ist die Eurobahn am Zug. - © LZ
Jetzt ist die Eurobahn am Zug. (© LZ)

Bielefeld. Erneut kam es am Sonntag zu zahlreichen Zugausfällen der Eurobahn. Betroffen waren ab 12.15 Uhr besonders die Fahrten der RB73 Bielefeld Richtung Lemgo-Lüttfeld und zurück. Die letzte Verbindung Sonntagnacht um 23.15 Uhr von Bielefeld mit je einem Zugteil nach Lemgo und Detmold fiel ebenfalls aus. 50 Fahrgäste standen somit laut Pressemitteilung des Fahrgastverbandes ProBahn planlos am Bielefelder Bahnsteig.

Erst um 23.10 Uhr erfuhren die Fahrgäste über die Zuganzeigetafel, dass die Verbindung ausfiel. Über Twitter meldete die Eurobahn den Ausfall nicht. Um 23.17 Uhr vermeldete den Zugausfall dann auch der Lautsprecher. Ein Schienenersatzverkehr stehe am Boulevard auf der Rückseite des Bahnhofs bereit. Bis 23.40 Uhr war dort allerdings kein Bus angekommen.

„Ich habe mich dann entschieden, ein Taxi bis Lage zu nehmen, und habe drei jungen Leuten eine Mitfahrgelegenheit ermöglicht. So waren wir um 0.15 Uhr in Lage", wird Dr. Rudolf Hüls von ProBahn in der Pressemitteilung zitiert. „Am Bielefelder Hauptbahnhof kann sich der Reisende, sofern er über das nötige Kleingeld verfügt, noch mit einem Taxi helfen. Ich möchte nicht wissen, was mit den Fahrgästen in Bielefeld Ost oder Ubbedissen passiert ist", so ProBahn-Kollege Willi Wächter.

Nach Auffassung der beiden ProBahn-Aktivisten hätten sich "zwei Defizite überlagert und in ihren Auswirkungen verstärkt: die Personalknappheit bei der Eurobahn und das Missmanagement beim Informationsfluss". Die Aktivisten fordern mehr persönliche Ansprechpartner und Informationen.

ProBahn fordert vom verantwortlichen Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), notfalls eine Vertragsauflösung in Erwägung zu ziehen, um das Problem mit den Zugausfällen zu lösen. Es sei nicht länger hinnehmbar, dass diese sich in letzter Zeit häufen.

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