Augustdorf. Kalt und feucht ist es an den Füßen. Bei dem herbstlichen Wetter sogar etwas unangenehm, finden die Grundschüler. Sie freuen sich schon auf den Sommer. Denn dann kann der Barfußpfad, den sie gemeinsam mit AG-Leiterin Manuela Schramm auf dem Schulgelände angelegt haben, noch einmal richtig ausprobiert werden. Die Materialien für den Pfad hat Manuela Schramm selbst besorgt. Sie habe Kastanien gesammelt oder Baumscheiben gekauft – für das Tasterlebnis der besonderen Art, wie sie erklärt. Neben dem Barfußpfad sollte ursprünglich auch ein Pflanzenpfad angelegt werden, doch dieses Projekt liegt vorerst auf Eis – aus Angst vor Zerstörung. Auf einem kleinen Hochbeet haben die Kinder trotzdem einige Blumen gepflanzt. Tastsinne neu erleben Die AG-Leiterin hält es außerdem für wichtig, dass die Kinder die Lebensmittel, die sie essen, selbst pflegen und ernten. So bringt sie den Kindern beispielsweise den Unterschied zwischen Schnittlauch und Gras bei. Der Barfußpfad aber soll nicht den Gaumen, sondern die Tastsinne schulen. „Die Kastanien sind mittelkalt", beschreibt Eric das Gefühl ohne Schuhe und Socken. Ruaa fügt hinzu: „Mir gefällt es momentan mittelmäßig gut. Es ist etwas unangenehm, aber im Sommer wird es sicher sehr schön sein." Des Weiteren lernen die Schüler im Rahmen des Wildvogelprojektes viel über Vogelkunde – wie zum Beispiel die Klischees der Taube. In der Vergangenheit wurde das Projekt des Barfußpfades und des Wildvogelprojektes aber immer wieder Opfer von Vandalismus. „Die mittlerweile zerstörten Bauprojekte, wie die Vogelhäuser, werden unter Verschluss gehalten, aus Angst vor erneuter Sachbeschädigung", sagt Manuela Schramm. Denn dafür seien die im Werkunterricht selbstgebauten Häuschen und Co. zu schade.