„Enkeltrick“-Betrüger setzen ihr Salzufler Opfer mit Geschichte von tödlichem Unfall unter Druck

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Mit diesem Phantombild sucht die Kripo eine Betrügerin in dem „Enkeltrick"-Fall.  - © Polizei
Mit diesem Phantombild sucht die Kripo eine Betrügerin in dem „Enkeltrick"-Fall.  (© Polizei)

Bad Salzuflen. Betrüger haben in Bad Salzuflen Beute im Wert einer fünfstelligen Euro-Summe gemacht. Die Masche war der sogenannte „Enkeltrick" mit einer perfiden Lügengeschichte. Die Polizei hofft mit der Veröffentlichung eines Phantombildes, die Tat aufzuklären.

Was war geschehen? Eine Bad Salzuflerin erhielt nach Polizeiangaben am Vormittag des 7. Dezember einen Anruf, in dem sich eine Frau als ihre Tochter ausgab. Mit den Worten „Mama, es ist etwas Furchtbares passiert!" begann die Täterin, die Bad Salzuflerin unter Druck zu setzen und übergab dann das Telefonat an eine vermeintliche Polizeibeamtin. Diese sagte, dass die „Tochter" bei einem Unfall den Tod von drei Menschen verschuldet habe, und die Angerufene müsse nun eine Kaution für sie stellen.

In den folgenden Stunden wurde die Bad Salzuflerin weiter telefonisch massiv bedrängt und so sehr verunsichert, dass sie zwei Täter – angeblich Polizisten in zivil – am Nachmittag schließlich in ihr Haus ließ. Das Opfer übergab den Unbekannten Geld, Wertsachen, Goldbarren und Sparbücher im Gesamtwert einer fünfstelligen Eurosumme. Anschließend verschwanden die Täter aus dem Haus.

Das Landeskriminalamt NRW konnte nunmehr von einer weiblichen Tatverdächtigen ein Phantombild erstellen. Sie hat eine schlanke Statur, blonde Haare und ist etwa 1,65 bis 1,70 Meter groß. Sie sprach genauso gebrochenes Deutsch wie ihr männlicher Mittäter. Dieser ist schlank, etwa 1,80 Meter groß und hat dunkle Haare.

Hinweise in dem Betrugsfall nimmt das Kriminalkommissariat in Lemgo unter der Rufnummer (05261) 9330 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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