Bad Salzuflen. Anerkennung für außergewöhnliches Engagement: In den zurückliegenden Jahren hat die Bad Salzufler Stiftung „Ohne Fleiß kein Preis“ über 50 Kinder und Jugendliche einzeln oder als Gruppe gefördert und Preisgelder von weit mehr als 30.000 Euro vergeben. Zwischen 3000 und 6000 Euro werden pro Jahr ausgeschüttet. Das Stiftungsvermögen wollen die Gründer nun noch einmal anheben. Es soll ihr Vermächtnis an die Stadt sein, in der sie willkommen geheißen wurden und in der sie bereits viele schöne Jahre verbracht haben, wie sie berichten. Über 90 Jahre sind die Stiftungsgründer mittlerweile alt. Das Paar möchte nicht, dass ihr Name in der Zeitung steht, aber der Mann hat mit unserer Redaktion gesprochen und über seine Motivation berichtet. „Meine Frau und ich haben keine Kinder, und uns geht es finanziell gut“, berichtet er am Telefon. So beschlossen sie 2011, eine Stiftung für Kinder und Jugendliche aus Bad Salzuflen einzurichten, die sich bereits in jungen Jahren engagieren. Gemäß dem Stiftungszweck werden heimische Schülerinnen und Schüler, die im sozialen, kulturellen, sportlichen oder schulischen Bereich besonderen Fleiß gezeigt haben, für ihr Engagement belohnt. „Die Stiftung fördert die Bildung junger Menschen ab dem zehnten Lebensjahr bis zum Schulabschluss in den Bildungseinrichtungen der Stadt Bad Salzuflen“, wie es heißt. Im Beirat sitzen unter anderem Vertreter der Stadt, der Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe und der Sparkasse Lemgo. Angefangen mit 50.000 Euro „Angefangen haben wir mit einem Stiftungsvermögen von 50.000 Euro“, berichtet der Gründer. Über die Jahre floss weiteres Geld von ihnen ein, ergänzt von Zustiftungen Dritter. Zuletzt habe er noch einmal 250.000 Euro überwiesen, und weiteres Geld soll folgen, sagt er. Nach dem Ableben des Paars solle die Stiftung ein Vermächtnis an die Stadt und ihre Menschen sein, so der Stifter, der in wenigen Jahren 100 wird. Gut 900.000 Euro soll das Stiftungsvermögen am Ende betragen. Dabei komme er ursprünglich gar nicht aus Lippe, sondern aus Ostdeutschland, aus Thüringen, berichtet der Mäzen. „Geboren wurde ich in Erfurt.“ Sein Weg führte ihn nach Hagen in Südwestfalen, wo er eine Karriere im öffentlichen Dienst gemacht habe. Nach seiner Pensionierung seien seine Frau und er nach Bad Salzuflen gezogen. Reha in Bad Salzuflen Kennengelernt habe er die Salzestadt im Rahmen einer Reha. „Später sind wir hier zum Urlaub hergekommen“, berichtet er. „Das hat uns so gut gefallen, dass wir uns hier nach meiner Pensionierung eine Wohnung gekauft haben“, fügt er hinzu. Die Häuser in der Altstadt, der Kurpark – kurz: Die Atmosphäre habe e es dem Paar angetan. Mit der Stiftung wollen sie etwas zurückgeben und Kinder und Jugendliche bestärken, die sich schon in frühen Jahren über das normale Maß hinaus engagieren. Möglich gemacht habe das auch ein Erbe, das er und seine Frau vermacht bekommen haben. Nun, wo das Leben auf die Zielgerade biegt, möchte er noch einmal die Gelegenheit nutzen, sich bei der Stadt und den Bürgerinnen und Bürgern zu bedanken. „Wir fühlen uns hier sehr, sehr wohl“, sagt er.Und dennoch: Beerdigt werden möchte das Paar in Erfurt. „Dorthin gehen wir zurück, wenn wir die Augen zugemacht haben“, sagt er. Aber die Stiftung, sie wird in Bad Salzuflen bleiben – über den Tod hinaus. Hinweis der Redaktion: Wir haben den Artikel aktualisiert.