Blomberg. „Zwei hochkarätige und vielseitige Abende werden das Publikum in Atem halten“, erklärt die Kulturbeauftragte der Nelkenstadt, Andrea Plat. Die Rede ist vom Blomberger Songfestival, das am Freitag, 1., und Samstag, 2. November, zum nunmehr 16. Mal veranstaltet wird. Hauptacts sind diesmal „Someday Jacob“ mit dem Ensemble „Konsonanz“ und die „Jeremy Days Acoustic Group“. Beginn ist jeweils um 19 Uhr im Kulturhaus „Alte Meierei“, Einlass ab 18.30 Uhr.
Diese Veranstaltung der Stadt Blomberg in Kooperation mit Blomberg Marketing und unter musikalischer Leitung des heimischen Singer/Songwriters Volkwin Müller ist aus dem Blomberger Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken und begeistert jedes Jahr Gäste aus nah und fern. „Someday Jacob“ präsentieren an dem Freitag Americana & Folk gepaart mit einem Streichquartett. „Eine Mischung, die für Stimmung sorgt“, ist sich die Kulturbeauftragte sicher.
Nicht zum ersten Mal beim Songfestival dabei
„Someday Jacob“ waren bereits 2018 Hauptact des Songfestivals. Die Band um Frontmann Jörn Schlüter (Gesang/Gitarre) mit Uli Kringler (Gitarre/Gesang), Martin Denzin (Drums/Gesang) und Manuel Steinhoff (Bass/Gesang) sei in dem Jahr die größte Überraschung des Festivals gewesen, heißt es in der Pressemitteilung. Zuvor kaum einem Gast bekannt, habe es die Formation mit ihren Songs und vor allem mit ihrer sichtbaren Freude am perfekten Zusammenspiel geschafft, die Zuhörer zu faszinieren und zu begeistern. Dank der Ergänzung der instrumentalen Besetzung durch das Streichquartett mit Davis Cisternas (Violine 1), Audrey Monfils (Violine 2), Kate Green (Cello) und Viola Klein (Viola) werde der Auftritt unter Garantie überwältigend, so Plat.
Das Vorprogramm am Freitag gestalten Dave Goodman aus Kanada und Volkwin Müller mit „Special Guests“. Der Kanadier Dave Goodman ist ein musikalisches Chamäleon. „Goodmans beeindruckende Gesangsstimme variiert von einfühlsamem Timbre bei balladesken Stücken bis hin zu Glissando-artigem Blues“, heißt es in der Ankündigung. Sein seltenes Talent, virtuose Gitarrentechnik auf Weltklasse-Niveau mit eindrucksvollem Gesang, Geschichten und Humor zu verbinden, würden seine Konzerte zu einem einzigartigen Erlebnis machen.
Highlights aus 35 Jahre Bandgeschichte
Der Sänger, Songwriter und Gitarrist Volkwin Müller ist nicht nur in Lippe bekannt, sondern hat sich deutschlandweit mit seinen eigenen Songs und mit individuellen Lennon-Interpretationen an der Seite von Schauspieler, Autor und Musiker Achim Amme einen Namen gemacht. Zurzeit hat er bei seinen Konzerten vor allem das aktuelle Album „Live im Kulturhaus“ im Gepäck, auf dem er gemeinsam mit dem Gitarristen Uli Kringler zu hören ist. Das Album wurde für den Preis der deutschen Schallplattenkritik 2024 nominiert. Die Aufnahmen stammen vom 14. Blomberger Songfestival, wodurch Müller das Festival auch deutschlandweit promotet.
Die „Jeremy Days Acoustic Group“ werden an dem Samstag des Songfestivals die Blomberger Bühne mit den Highlights aus 35 Jahren Bandgeschichte rocken. Die Gruppe um Frontman Dirk Darmstaedter war Ende der 80er-Jahre eine der wenigen Bands aus Deutschland, die es auf MTV schaffte. Mit ihrer Mischung aus britischem Pop und amerikanischem Art-Rock brachten sie in zehn Jahren fünf Alben heraus. Am Ende hatten sie 1995 mehr als eine halbe Million Platten verkauft. Niemand hatte mehr an eine Reunion zu glauben gewagt, als „The Jeremy Days“ nach 24 Jahren Funkstille 2019 plötzlich auf der Bühne des ausverkauften Hamburger Docks standen.
Gitarrenvirtuose und Entertainer
Den Abend wird Jaimi Faulkner aus Australien eröffnen. „Jaimi spielt seine Musik mit großer Wärme und einem feinen Gespür für eingängige Grooves zwischen Americana, Rock und Songwritersoul“, heißt es. Wunderschöne Balladen auf der einen - kräftige, groovende Songs auf der anderen Seite würden das Spektrum des Singer-Songwriters ausfüllen.
Der große Konzert-Impresario Fritz Rau adelte Biber Herrmann als „einen der authentischsten Blues- und Folk-Künstler im Lande und darüber hinaus“. Als Songwriter mit bemerkenswerter Fähigkeit, starke emotionale Bilder zu malen, seien seine Lieder emotionale Reisen, durchzogen von tiefer Menschlichkeit und gefüllt mit berührenden Momenten. „Dass der Gitarrenvirtuose gleichzeitig ein Entertainer par excellence ist, macht ihn zu einer Art Gesamtkunstwerk, der auf Klischees verzichtet“, schreibt die Kulturbeauftragte in der Ankündigung.
Der Eintritt kostet pro Abend im Vorverkauf 26 Euro, Restkarten gibt es an der Abendkasse für 29 Euro. Ein Kombiticket für beide Abende gibt es nur im Vorverkauf für 45 Euro. Karten gibt es unter anderem bei Blomberg Marketing, Tel. (05235) 5038242.