Detmold. An der Städtischen Realschule 1 ist es am Mittwochabend zu einem Schwelbrand auf einer Baustelle im Bereich des naturwissenschaftlichen Traktes gekommen. Dieser wird aktuell baulich erweitert. Verletzte gab es nach Angaben der Feuerwehr nicht. Während die Schülerinnen und Schüler am Donnerstag online unterrichtet werden, soll der Unterricht am Freitag wieder vor Ort stattfinden. „Da die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrenden Vorrang hat, entschieden sich noch am Mittwochabend Schulleitung, Stadt Detmold und Schulaufsicht gemeinsam, für den heutigen Donnerstag Distanzunterricht anzuordnen“, heißt es von der Stadt Detmold. Eine Notbetreuung für Donnerstag sei angeboten, jedoch nicht in Anspruch genommen worden. Laut Schulleiter Stefan Mühlenberend wurden die Schülerinnen und Schüler und deren Familien per Schulsoftware am Mittwochabend über die Neuigkeiten informiert. „Lediglich vier Kinder, die zum Glück alle in der näheren Umgebung wohnen, haben den Wechsel auf Distanzunterricht nicht mitbekommen und sind heute Morgen zur Schule gekommen“, sagte der Schulleiter am Donnerstag. Durch die Erfahrungen während der Coronazeit und während des jüngsten Blitzeises sei das Kollegium gut auf den Wechsel auf Distanzunterricht vorbereitet gewesen. Dazu beigetragen hat laut Mühlenberend auch der rasche Austausch mit den Verantwortlichen der Stadt und den Feuerwehrkräften: „Die Kommunikation hat reibungslos und ausgesprochen schnell funktioniert.“ Betroffene Räume werden gelüftet - kaum Schäden Während die Schülerinnen und Schüler an iPad und PC ihre Aufgaben erledigten, säuberte eine Reinigungsfirma am Donnerstag alle Oberflächen in den an den Brandherd angrenzenden Schulräumen. „Parallel dazu wird weiter gelüftet“, schreibt die Stadt. Am Freitag, 16. Januar, werde der Regelunterricht wieder aufgenommen. Lediglich die betroffenen Räume werde die Schule erst zu Beginn der nächsten Woche wieder nutzen. Der entstandene Sachschaden sei sehr gering. Die Arbeiten am Erweiterungsbau des naturwissenschaftlichen Traktes können derweil planmäßig weitergeführt werden. Laut Feuerwehrsprecher Christopher Rieks ging der Feueralarm am Mittwoch um 20.03 Uhr ein. Eine Reinigungskraft im Gebäude hatte Rauch wahrgenommen. Sonst befanden sich keine Personen darin. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte sei die Brandmeldeanlage zu hören gewesen. Bei einer ersten Erkundung sei Rauch im Dachgeschoss zu sehen gewesen. Es stellte sich laut Feuerwehr heraus, dass Dämmmaterial von der Baustelle in Brand geraten war. Durch konsequentes Schließen von Türen habe eine weitere Ausbreitung des Rauchs verhindert werden können. Die Kameraden hätten das Feuer schnell unter Kontrolle gehabt und es nach etwa zehn Minuten löschen können. Straße halbseitig gesperrt Dann musste das Gebäude umfangreich gelüftet werden. Zur Unterstützung sei ein Hochleistungslüfter des Kreises Lippe, der bei der Feuerwehr Bad Salzuflen stationiert ist, eingesetzt worden. Im Einsatz waren die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwehr, die Einheit Mitte, die Löschgruppe Remmighausen sowie der Rettungsdienst und die Polizei. Weil die Mannschaftswagen auf der angrenzenden Hornschen Straße standen, war die Straße für die Dauer des Einsatzes quasi halbseitig gesperrt. Es sei jedoch kaum zu Verkehrseinschränkungen gekommen. Gegen Mitternacht sei der Einsatz beendet gewesen. Transparenzhinweis: Der Artikel wurde mehrfach aktualisiert.