Mit Haftbefehl gesucht: LKA fasst 18-Jährigen nach Raubüberfall in Detmold

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Blaulicht (© Symbolbild: Pixabay)

Detmold. Wegen zehn Euro hätte ein 17-Jähriger im Mai 2018 beinahe sein Leben verloren. Ein gleichaltriger Jugendlicher hatte das Geld gefordert und zugestochen, als sich der Detmolder und seine Begleiter weigerten. Donnerstagabend ist der heute 18-Jährige in Bielefeld festgenommen worden.

Ihm wird vorgeworfen, am Abend des 19. Mai 2018 auf einem Schulhof in Detmold einen 17-Jährigen lebensgefährlich verletzt zu haben. Der damals gleichaltrige mutmaßliche Täter war mit zwei Begleitern unterwegs. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er auf dem Schulhof ein Messer gezogen und die Herausgabe von 10 Euro von dem Detmolder verlangt hatte. Als dieser sich ebenso wie seine jugendlichen Begleiter weigerte, der Forderung nachzukommen, stach er mit einem Messer in die linke Brust des Opfers.

Mit einer Beute von 10 Euro ließen er und seine beiden Begleiter das lebensgefährlich verletzte Opfer zurück. In einer Notoperation konnte das Leben des Detmolders gerettet werden. Zunächst waren die beiden Begleiter des mutmaßlichen Täters gefasst worden, doch ihnen konnte laut Staatsanwaltschaft eine direkte Tatbeteiligung nicht nachgewiesen werden. Der 17-Jährige tauchte unter und floh unter anderem ins Ausland. Es wurde international nach ihm gefahndet.

Den Zielfahndern Landeskriminalamtes NRW gelang es, den Fluchtweg und den Aufenthaltsort des Flüchtigen festzustellen. Die Spezialeinheiten der Polizei in Bielefeld nahmen ihn fest.

Die Haftrichterin des Amtsgerichts Detmold hat gegen den Beschuldigten am Freitag den Haftbefehl erlassen. Die Anklage lautet auf versuchten Mord, der Fall wird vor der Großen Jugendstrafkammer des Landgerichtes verhandelt.

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