„Der Sandmann" feiert Premiere im Detmolder Grabbe-Haus

Kirsten Fuhrmann

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Landestheater Detmold. - © Bernhard Preuss
Landestheater Detmold. (© Bernhard Preuss)

Detmold. Ein Spiel zwischen Wahn, Schein und Sein erwartet das Publikum am morgigen Mittwochabend im Grabbe-Haus. Das Kunstmärchen aus der Schwarzen Romantik, „Der Sandmann" nach E.T.A. Hoffmann feiert Premiere und eröffnet zugleich die neue Spielsaison.

„Der Sandmann kommt" – mit diesen Worten wird Nathanael von seiner Mutter oft ins Bett geschickt. Eines Nachts schleicht sich der kleine Junge raus und muss mit ansehen, wie sein Vater bei einem alchimistischen Experiment mit seinem Kollegen Coppelius stirbt. Seit jeher ist Coppelius für ihn der Inbegriff des Sandmanns.

Im Erwachsenenalter begegnet Nathaniel einem Mann, der der schaurigen Person aus seinen Kindheitserinnerungen ähnlich sieht und all die Gedanken an ihn kommen wieder hoch. Er verliert sich in seiner Fantasie, kaum noch im Stande zu entscheiden, was real ist und was nicht.

Schwarze Romantik

Nicht umsonst stammt die Erzählung aus der Schwarzen Romantik, kommt das Stück doch düster und schauerlich daher. Benedikt Grubel, der die Theaterinszenierung geschrieben hat, betont allerdings, dass der Sandmann alles andere als ein Horrorschocker ist. „Wir haben das satirische und komische Potenzial des Textes herausgearbeitet", sagt er.

Die Aufführung am Mittwochabend ist bereits ausverkauft. Weitere Termine sind der 2., 17. und 18. Oktober sowie der 5. Dezember. Zusätzliche Informationen gibt es im Internet unter www.landestheater-detmold.de.

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