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Detmold

Auftakt für die Detmolder Zukunft

Detmold. Lust auf Zukunft? Lust auf innovative Ideen? Diese Fragen stellt die Stadt Detmold und ruft ihre Bürger dazu auf, die Digitalisierung hier mitzugestalten. Was als Projekt mit Workshops 2019 begonnen hat, mündet nun in einem Veranstaltungswochenende, bei dem sich jeder Teilnehmer kreativ einbringen kann.

Die Zukunftskonferenz der digitalen Agenda soll Ideen liefern, die nicht in einer Schublade landen. „Die Ergebnisse kommen im März in die Fachbereiche und im Juni in den Rat", sagt Sandra Müller, Leiterin der Stabsstelle Digitalisierung bei der Stadt.Ganz so hatte sich das Sandra Müller allerdings nicht vorgestellt. Ursprünglich war die Zukunftskonferenz als Präsenzveranstaltung geplant. „Dann kam Corona und wir haben zunächst auf Dezentralisierung gesetzt, also mehrere kleine Veranstaltungsorte ausgesucht."

Sandra Müller, Leiterin der Stabsstelle Digitalisierung, und das Moderatorenteam von "city2signs" leiten durch die Zukunftskonferenz. - © Sandra Müller
Sandra Müller, Leiterin der Stabsstelle Digitalisierung, und das Moderatorenteam von "city2signs" leiten durch die Zukunftskonferenz. (© Sandra Müller)

Schließlich wurde die Zukunftskonferenz als Hybridveranstaltung geplant – Teilnehmer sollten vor Ort miteinander ins Gespräch kommen oder sich digital dazuschalten können. „Mit der letzten Verschärfungen der Coronaschutzmaßnahmen war dann aber klar, dass auch das nicht möglich sein wird", sagt Müller. Daher setze man jetzt auf ein rein virtuelles Event. Aber das Programm ist dadurch nicht kleiner geworden, im Gegenteil. Drei Schwerpunktbereiche – sogenannte Challenges – werden am Wochenende von Freitag bis Sonntag, 19. bis 21. Februar, unter die Lupe genommen.

Für die Themenfelder Mobilität, Sozialleben und Rathaus können sich Teilnehmer im Vorfeld zu Workshops anmelden. „Wer dann merkt, dass das Thema doch nichts für ihn ist, kann aber ganz unkompliziert in einen der anderen Workshops wechseln", erklärt Sandra Müller. Das sei der Vorteil einer Online-Konferenz: „Wir sind da ganz flexibel."

Los geht es am Freitagabend, 19. Februar, ab 19 Uhr. Zur Eröffnung nimmt Zukunftsforscher Andreas Reiter aus Wien die Teilnehmer mit auf eine Reise in die Stadt der Zukunft. Er werde unter anderem zeigen, warum reale Orte wie eine Innenstadt in Zeiten der Digitalisierung immer wichtiger werden. Prof. Axel Häuser von der TH OWL liefert anschließend Einblicke, wie die Forschung urbane Veränderungsprozesse untersucht, und was sie daraus für die Zukunft der Stadt Detmold lernen. „Wir können hier zeigen, dass Digitalisierung und Wissenschaft eng zusammenarbeiten", sagt Sandra Müller.

Am Samstag startet der Workshoptag um 10 Uhr in den jeweiligen Teams mit Impulsvorträgen. „Dabei geht es darum, sich in das Thema schon einmal hereinzudenken, aber auch aus dem eigenen Denken auszubrechen und durch ganz neue Impulse dazu aufgefordert zu werden, mutig zu denken", sagt Sandra Müller. Dafür hat sie Experten aus den jeweiligen Feldern eingeladen. Im Bereich Mobilität ist das etwa Max Bömelburg vom Konzeptwerk Neue Ökonomie, im Bereich Sozialleben ist die Stiftung Digitale Chancen mit Dr. Carola Croll vertreten und für die Digitalisierung im Rathaus kommen Caroline Paulick-Thiel und Oliver Rack vom Verein Politics for Future in die Workshops.

In den anschließenden Diskussionen sind als Teilnehmer auch Akteure aus der Verwaltung und den jeweiligen Fachbereichen dabei. Das Ziel: Ideen entwickeln, die Detmold digitaler machen. Zum Abschluss am Sonntag wartet ein virtueller Brunch. Die Anmeldung muss allerdings nicht für alle drei Tage erfolgen, jeder habe auch die Wahl, nur bei einem Teil des Programm dabei zu sein. Moderiert wird das Ganze von dem Büro „city2science" aus Herford. „Das Team hat bereits Erfahrungen darin, solche Veranstaltungen zur organisieren und die Teilnehmer gut durch die Workshops zu leiten", sagt Sandra Müller. Die Stabsstellenleiterin meint: „Digitalisierung ist mehr ein gesellschaftliches, denn ein technisches Thema".

Und so soll auch bei der Zukunftskonferenz niemand abgehängt werden. „Wir verschicken an die Teilnehmer eine ausführliche Anleitung für die Systeme, die verwendet werden." Niemand werde dazu gezwungen, sich aktiv zu beteiligen, auch wenn der Kerngedanke eine interaktive Veranstaltung ist. Um sicher zu gehen, dass die Technik bei allen funktioniert, werde es vorab die Möglichkeit geben, sich zu einem Technikcheck anzumelden und alles zu testen. Die Idee zur virtuellen Zukunftskonferenz kommt bislang gut an. „Bis zum Wochenende haben sich bereits 65 Leute angemeldet", sagt Müller. Sie rechnet damit, dass es noch ein paar mehr werden. „Ich freue mich total, dass sich so viele beteiligen wollen und denke, dass so ein digitales Format und auch später helfen kann. Es ist ein Auftakt für die Zukunft."

Dieser QR-Code führt zur Anmeldungs-Seite. - © Stadt Detmold
Dieser QR-Code führt zur Anmeldungs-Seite. (© Stadt Detmold)

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