Jetzt mit Video: Dachstuhlbrand zerstört idyllisches Heim in Mosebeck

Janet König

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Der Dachstuhl des Einfamilienhauses im idyllischen Mosebeck ist bei einem Brand komplett zerstört worden, das Haus ist unbewohnbar. Die Bewohner, ein älteres Ehepaar, stehen vor dem Nichts, bleiben jedoch glücklicherweise unverletzt. Zwei Handwerker müssen aber ins Klinikum. - © Janet König
Der Dachstuhl des Einfamilienhauses im idyllischen Mosebeck ist bei einem Brand komplett zerstört worden, das Haus ist unbewohnbar. Die Bewohner, ein älteres Ehepaar, stehen vor dem Nichts, bleiben jedoch glücklicherweise unverletzt. Zwei Handwerker müssen aber ins Klinikum. (© Janet König)

Detmold-Mosebeck. In Sekundenschnelle müssen sich die Flammen ausgebreitet haben, nur wenige Minuten später ist der Dachstuhl eines Einfamilienhauses an der Mosebecker Straße komplett ausgebrannt, das Haus unbewohnbar. Doch es ist großes Glück im Unglück: Zwei Personen müssen nach Angaben der Feuerwehr am Mittwochnachmittag mit Verdacht auf leichte Rauchgasvergiftungen ins Klinikum gebracht werden. Die Bewohner, ein älteres Ehepaar, können sich noch unversehrt in Sicherheit bringen.

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Die dicke Rauchsäule ist noch kilometerweit über Mosebeck zu sehen, während die größten Flammen schon längst erloschen sind. Rund 85 Einsatzkräfte kämpfen am Mittwoch mehrere Stunden gegen die Flammen und deren Nachwirkungen an. Ein Ausbreiten des Feuers auf einen Heizöltank konnte verhindert werden. Obwohl der um 15.28 Uhr gemeldete Brand nach Angaben von Feuerwehrpressesprecher Marco Schweiger schnell unter Kontrolle gewesen sei, habe man bei den Nachlöscharbeiten vor allem weiter auf versteckte Glutnester achten müssen.

Die Polizei nimmt noch am Nachmittag die Ermittlungenwegende des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung auf, kann das Gebäude jedoch wohl frühestens am Donnerstag betreten – wenn das bis dahin überhaupt möglich sein sollte. „Es sind schon Teile der Fassade eingestürzt, das ist momentan zu gefährlich", sagt Marco Schweiger vor Ort. Deshalb sei es für die Einsatzkräfte bei den Löscharbeiten sehr wichtig, auf genug Abstand zum Brandobjekt zu achten, schließlich könnte der übrig gebliebene Dachstuhl noch zusammenbrechen oder den Helfern gar entgegenkommen. Ein Gutachter der Polizei hält sich dennoch schon im Hintergrund bereit, während die Wassermassen unaufhörlich auf die übrig gebliebene Ruine des Daches spritzen.

Über mehre Stunden war die Feuerwehr vor Ort.  - © Janet König
Über mehre Stunden war die Feuerwehr vor Ort.  (© Janet König)

Die Polizei bestätigt vor Ort, dass es kurz vor dem Ausbruch des Feuers Arbeiten am Dach gegeben haben soll. Im Polizeibereicht von Donnerstag spricht man von Bauarbeiten am Garagenanbau. Zur Brandursache können die Ermittler jedoch noch keine weiteren Angaben machen oder Vermutungen anstellen. Nach LZ-Informationen soll das ältere Ehepaar gerade gemütlich am Kaffeetisch gesessen haben, während zwei Personen am Dach mit handwerklichen Arbeiten beschäftigt gewesen sein sollen. Dann sei das Feuer plötzlich ausgebrochen und mit ihm hätte sich eine gewaltige Rauchwolke rasend schnell ausgebreitet. Höchstwahrscheinlich handelt es sich bei den beiden Verletzten daher um die zwei Handwerker, die Feuerwehr konnte dies jedoch nicht bestätigen. Auch die Polizei hält sich bedeckt.

Dem älteren Ehepaar gehe es den Umständen entsprechend gut. „Sie haben Hab und Gut verloren, das ist natürlich schwer", sagt der Feuerwehrsprecher. Vom idyllisch gelegenen Haus bleibt nur noch eine unbewohnbare Ruine. Glücklicherweise hätte das Ehepaar direkt bei Verwandten unterkommen können, gibt eine Polizeibeamtin vor Ort an. Im liebevoll gepflegten Garten steht noch der unberührte Rasenmäher, der an diesem sonnigen Nachmittag vielleicht hätte zum Einsatz kommen sollen. An Gartenarbeit wird hier für die nächste Zeit wohl nicht mehr zu denken sein.

Währenddessen versorgen hilfsbereite Nachbarn die Einsatzkräfte vor Ort mit Getränken, erwähnt Marco Schweiger mit viel Dankbarkeit in der Stimme. Noch bis in die frühen Morgenstunden des Donnerstages rechnet der Pressesprecher hier mit Nachlöscharbeiten, damit wirklich kein Glutnest unentdeckt bliebe. Fast alle Detmolder Einheiten seien im Einsatz gewesen. Gegen 22 Uhr wurde die Drehleiter der Feuerwehr Lage zur Einsatzstelle gerufen, um die Nachlöscharbeiten zu unterstützen.

Der Gesamtschaden wird inzwischen auf mindestens 250.000 Euro geschätzt, teilt die Polizei mit. Die Straße musste mehre Stunden gesperrt werden.

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