Detmold-Loßbruch. Der Sport hat Christa und Erwin Diekmann einst zusammengeführt. Das Turnen, um genauer zu sein, denn das haben beide Eheleute ihr Leben lang leidenschaftlich betrieben. Rund 67 Jahre liegt das erste Kennenlernen bei einem Training bereits zurück. Zwei Jahre später heirateten die beiden und feiern jetzt am 26. März ihre Eiserne Hochzeit. Christa Diekmann, geborene Grabbe, lebte schon als Kind auf dem Grundstück in Loßbruch, wo sie später mit ihrer Familie das eigene Haus gebaut hat. Erwin Diekmann stammt aus Brake, Lemgo, und kam als junger Mann zu einem Turn-Training nach Bentrup-Loßbruch. Ein wenig habe es schon gedauert, bis es so richtig gefunkt habe, es sei eher die Liebe auf den zweiten Blick gewesen, erinnern sich die Eheleute. Nach einer zweijährigen Kennenlernphase haben die beiden am 24. März standesamtlich und am 26. März kirchlich geheiratet. Drei Kinder hat das Paar bekommen, die die Eheleute wiederum mit fünf Enkelkindern zu Großeltern gemacht haben. Auf dem großen Grundstück ihres Elternhauses betrieb die heute 85-Jährige stets eine kleine Landwirtschaft, baute Obst und Gemüse zur Selbstversorgung an. Zusätzlich war sie als ausgebildete Sekretärin auch in ihrem Beruf in einem Industrieunternehmen tätig. Ihr drei Jahre älterer Mann machte eine Ausbildung als Tischler und blieb seinem Beruf ebenfalls treu. Nebenbei waren beide Eheleute stets begeisterte Turner, besuchten wöchentlich ihre Vereine in Bentrup-Loßbruch und Brake. Erwin Diekmann war sogar Oberturnwart und besuchte deutschlandweite Wettbewerbe. Und dank des vielen Sports konnte er sogar mit 80 Jahren noch Skifahren, was er bis dato jährlich gemacht hat. Ebenfalls einmal im Jahr zog es das Ehepaar in den Urlaub nach Borkum, aber auch die südeuropäischen Länder bereiste es in jungen Jahren gern zum Zelten.