Diestelbruch kürt die Lippischen Meister im Boule

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Lothar Grimm beim Wurf. - © Foto: Beckschäfer
Lothar Grimm beim Wurf. (© Foto: Beckschäfer)

Detmold-Diestelbruch. Der Sieger der Lippischen Boule-Meisterschaften heißt zum dritten Mal in Folge "VfL Lüerdissen". In einem zweistündigen Endspiel setzte sich die Mannschaft aus dem Lemgoer Vorort gegen den "SVB Bielefeld" durch.

"Immer hinter dem Schweinchen bleiben", verriet Lothar Grimm aus dem Siegerteam eines der Geheimnisse für die Erfolgsserie. Das "Schweinchen" bezeichnet beim Boule die Kugel, die zuallererst geworfen wird. Ihr folgen die deutlich größeren und schwereren Eisenkugeln, die so dicht wie möglich an die Zielkugel heran geworfen werden müssen.

In Diestelbruch wird traditionell im "Triplette" gespielt, bei dem drei Spieler ein Team bilden und jeder von ihnen zwei Kugeln wirft. "Es gibt unterschiedliche Strategien und Wurftechniken für die jeweiligen Spielsituationen", erklärte Jörg Helweg aus der Meistermannschaft, dass es beim Boule durchaus auch um taktisches Verständnis gehe.

Manchmal sei etwa das "Schießen" - der gezielte Versuch, eine gegnerische Kugel zu treffen - die einzige Möglichkeit, um die eigene Mannschaft ins Spiel zurückzubringen, so Helweg weiter. Ganze zehn Stunden verbrachten die Mannschaften am Diestelbrucher Sportplatz, bevor der Sieger ermittelt werden konnte. An der mittlerweile sechsten Ausgabe der Lippischen Meisterschaften hatten in diesem Jahr 24 Mannschaften, teils mit so kreativen Namen wie "Bouletten", "Rumkugeln" oder "Bouleterrier", teilgenommen. Den Titel des Dorfmeisters sicherten sich in diesem Jahr die "Allstars Diestelbruch". (abe)

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