Klimagipfel: Schüler treffen sich in Bad Salzuflen

Alexandra Schaller

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Beim Klimagipfel: Schülermoderator Florian Lempke testet die VR-Brille, die vom Unternehmen Dachser und dem Kinderhilfswerk „Terre des Hommes" zur Verfügung gestellt wird. Darin kann ein Blick auf die Lage in Sambia geworfen werden. Ihn begleiten seine Moderationspartnerinnen Maren Herbst (links) und Anjana Logeswaran. - © Alexandra Schaller
Beim Klimagipfel: Schülermoderator Florian Lempke testet die VR-Brille, die vom Unternehmen Dachser und dem Kinderhilfswerk „Terre des Hommes" zur Verfügung gestellt wird. Darin kann ein Blick auf die Lage in Sambia geworfen werden. Ihn begleiten seine Moderationspartnerinnen Maren Herbst (links) und Anjana Logeswaran. (© Alexandra Schaller)

Bad Salzuflen. Sie sind die Hauptpersonen des diesjährigen Klimagipfels gewesen: Gut 450 Jugendliche aus ganz Deutschland haben das Salzufler Stadttheater am Donnerstag ganz für sich eingenommen. Den gesamten Tag über drehte sich alles um den Klimaschutz. Mittendrin: die drei lippischen Schülermoderatoren Florian Lempke (18), Maren Herbst (16), beide von der Salzufler Gesamtschule Aspe, und Anjana Logeswaran (14) von der Karla-Raveh-Gesamtschule aus Lemgo.

Während es für die 14-Jährige der erste Klimagipfel war, ist Florian Lempke längst ein alter Hase. Zig Veranstaltungen hat er bereits moderiert – darunter eben auch einige Klimagipfel. Verändert hat sich über die Jahre allerdings so einiges. „Wir versuchen jedes Jahr, noch näher an die Schüler heranzukommen", sagt er.

Diesmal habe man das vor allem durch ein vielfältiges Programm versucht. „Längst stehen nicht mehr nur Vorträge im Fokus – darüber hinaus werden beispielsweise auch Videos gezeigt. Und: In den Pausen gibt es verschiedene Mitmachaktionen an diversen Informationsständen", erzählt der Schüler.

Videotelefonat nach Sambia und Shanghai

Persönlicher Höhepunkt für Maren Herbst ist dabei ein Videotelefonat via Skype mit Schülern in Sambia und Shanghai gewesen. Die erzählten wiederum von ihrem Leben und den Projekten, die dort vor Ort rund um den Klimaschutz umgesetzt werden.

Neben ihrer Moderation wollen die drei Jugendlichen aber vor allem eines: das Bewusstsein der Teilnehmer für den Klimaschutz schärfen. Dafür gehen sie selbst mit gutem Beispiel voran: Während Florian Lempke versucht, so gut es geht auf Plastik zu verzichten, greift Maren Herbst schon mal öfter auf ihr Fahrrad zurück. „Wir müssen allen Jugendlichen bewusst machen, dass auch sie der Klimawandel betrifft. Und, dass sie bereits jetzt etwas tun können", betont Anjana Logeswaran. Dabei fange die Umstellung schon mit Kleinigkeiten an – etwa damit, im Laden auch einmal Nein zur Plastiktüte zu sagen.

Erfahrung mit an die Schulen nehmen

„Wenn jeder einzelne für sich etwas aus dem Klimagipfel mitnimmt und das anschließend in seine Familie oder die Schule trägt, dann haben wir schon Erfolg gehabt", sagt auch Laura Schuster vom Klimapakt des Kreises Lippe.

Zumindest die drei Schülermoderatoren haben das in Teilen bereits umsetzen können. Während die Karla-Raveh-Gesamtschule in Lemgo laut Anjana Logeswaran versucht, grüner zu werden, gibt es an der Gesamtschule Aspe unter anderem eine Imker AG. Und Florian Lempke hat bereits die nächste Idee: Er könnte sich eine Projektwoche vorstellen, in der die Schüler einmal komplett auf Plastik verzichten.

Ergebnisse für die UN-Klimakonferenz

Veranstaltet wurde der diesjährige Klimagipfel erstmals gemeinsam von der Agentur „GetPeople", der „EnergieAgentur.NRW" und dem Klimapakt Lippe. Zudem wurden ebenfalls erstmalig im Anschluss an die Vorträge am Vormittag Workshops für die Teilnehmer der „Masterplan 100% Klimaschutz"-Kommunen aus ganz Deutschland angeboten. Die einzelnen Ergebnisse dieser Workshops sollen am 3. Dezember den Teilnehmern der UN-Klimakonferenz im polnischen Katowice zur Verfügung gestellt werden.

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