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Kreis Lippe
Wie ein Lagenser die Schrecken des Zweiten Weltkriegs festhielt
| von Benjamin Marquardt

Lage. Was dachten die Menschen damals, als der Weltkrieg begann und der Konflikt seinen Lauf nahm? Ein Lagenser führte eine detaillierte Chronik, die Aufschlüsse gibt.

Als im Frühsommer 1940 die Nachricht vom Sieg über Frankreich eintraf, verfiel die Bevölkerung Deutschlands in einen Freudentaumel. Hitler war zu diesem Zeitpunkt so populär wie kaum zuvor und nie wieder danach. Neun Monate zuvor sah dies noch gänzlich anders aus. Mit Bedrückung und Sorge hatten die Menschen da den Beginn des Krieges aufgenommen.

Doch woher weiß man das? Da es sich beim nationalsozialistischen Deutschland um eine Diktatur handelte, gehörte zu ihm auch ein gut organisiertes Netz an staatlichen Spitzeln und Denunzianten. Deren Erkenntnisse liefen in den sogenannten „Meldungen aus dem Reich" zusammen, die an den Sicherheitsdienst der SS, dem SD, gingen. Im Falle von Lippe gibt es aber einen wahren Glücksfall, der noch eine etwas andere Perspektive auf die Stimmungen in der Bevölkerung während des Krieges zulässt. Und dieser Glücksfall hat einen Namen: Fritz Geise.

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