Auto aus dem Kreis Lippe dringt bis zum Tor des Kanzleramts vor

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Ein Auto steht vor dem Tor des Bundeskanzleramts. Auf der Tür des Fahrzeugs ist die Aufschrift «Stop der Globalisierungs-Politik» zu lesen.  - © Michael Kappeler/dpa
Ein Auto steht vor dem Tor des Bundeskanzleramts. Auf der Tür des Fahrzeugs ist die Aufschrift «Stop der Globalisierungs-Politik» zu lesen.  (© Michael Kappeler/dpa)

Berlin (dpa/rtr). Die Berliner Polizei hat einen Mann festgenommen, der mit einem Auto unmittelbar an das Tor des Bundeskanzleramtes gefahren ist. „Er wurde in polizeilichen Gewahrsam genommen", twitterte die Polizei am Mittwochvormittag. Das Auto stehe am Tor des Gebäudes. „Wir klären derzeit, ob der Fahrer dieses dagegen gesteuert hat."

Auf Fotos war zu sehen, dass der dunkle Kombi direkt vor dem geschlossenen Tor in einem ansonsten abgesperrten Bereich stand. Die Front des Wagens war aber nicht beschädigt. Auf die Fahrerseite des Autos hatte jemand geschrieben. „Ihr verdammten Kinder- und alte Menschen-Mörder". Auf der anderen Seite stand: „Stop der Globalisierungs-Politik".

Auto ist in Lippe zugelassen

Dem Kennzeichen zufolge ist das Auto im Kreis Lippe  zugelassen. Einsatzfahrzeuge der Polizei sowie ein Rettungswagen waren unmittelbar am Tatort. Über den Zustand des Fahrers gab es zunächst keine Informationen. Auf einem Foto war zu sehen, dass die Polizei offenbar einen Rollstuhl sicherstellte.

Nach Medienberichten wurde dasselbe Auto bereits im Februar 2014 gegen den Zaun des Kanzleramtes gefahren. Fotos von dem damaligen Vorfall zeigen den Wagen mit einer politischen Beschriftung, die sich gegen den Klimawandel richtete. Auf der anderen Seite des Autos prangte eine Liebeserklärung. Verletzt wurde niemand, das Auto sei sehr langsam unterwegs gewesen, hieß es damals von der Polizei. Der 48 Jahre alte Fahrer des Autos wurde damals festgenommen.

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