Wetterdienst warnt vor Glatteis - keine Unfälle in der Nacht

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Das Blitzeis vor 14 Tagen hat vielerorts für Verkehrsprobleme gesorgt. In der Detmolder Innenstadt konnte ein Bus seine Fahrt nicht fortsetzen. - © Archivfoto: Yvonne Glandien
Das Blitzeis vor 14 Tagen hat vielerorts für Verkehrsprobleme gesorgt. In der Detmolder Innenstadt konnte ein Bus seine Fahrt nicht fortsetzen. (© Archivfoto: Yvonne Glandien)

Kreis Lippe. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor überfrierendem Regen und eisglatten Straßen in Nordrhein-Westfalen. Im Westen des Landes hat es gegen 8 Uhr angefangen zu regnen, wie ein Meteorologe des DWD am Montagmorgen mitteilte. Im Laufe des Vormittags soll der Niederschlag in Richtung Osten weiterziehen. In Lippe warnt der Wetterdienst vor Glatteis ab dem Vormittag.

Update Dienstagmorgen: Laut der Pressestelle der Polizei Lippe ist es in der Nacht und am Dienstagmorgen trotz Wetterwarnung nicht zu Unfällen auf Lippes Straßen gekommen. Es gebe auch keine Meldungen über Glatteis mehr. Der Einsatz der Streudienste am Montag habe sich allem Anschein nach ausgezahlt, so Sprecher Lars Ridderbusch auf LZ-Nachfrage. Nichtsdestotrotz kann es besonders auf den Nebenstraßen immer noch stellenweise rutschig sein.

Update 21.30 Uhr: Die Polizei ist auf alles gefasst gewesen, doch glücklicherweise blieb es am Montagabend ruhig auf Lippes Straßen. „Wir hatten große Sorge wegen des Regens, aber das große Chaos blieb Gott sei Dank aus", heißt es dazu aus der Leitstelle. Bloß ein kleinerer Unfall auf der Marktstraße in Oerlinghausen gegen 18 Uhr war laut Polizei überhaupt auf Glatteis zurückzuführen. Im Vorfeld hätten aber auch die Streudienste alles gegeben, um Lippes Straßen sicher zu machen. Durch die leicht steigenden Temperaturen und den einsetzenden Regen sei auf den Straßen aber weiter Vorsicht geboten. Da überfrierende Nässe in den nächsten Stunden zum Problem werden könnte, sind Polizei und Einsatzkräfte weiter in Alarmbereitschaft. Der Deutsche Wetterdienst warnt noch bis zum Dienstagvormittag vor Glatteis, das gerade im Berufsverkehr zu Problemen führen könnte.

Update 16 Uhr: Noch gibt es bis auf vereinzelte glatte Stellen im Kreis keine größeren Wetterprobleme. Anders sieht es im Umland aus: Beispielsweise in Bielefeld wurde der Busverkehr präventiv eingestellt. Die Unwetterwarnung der Stufe Orange des Deutschen Wetterdienstes gilt aber auch in Lippe noch bis Mitternacht. Im Laufe des Dienstags wird es dann wärmer, die Temperaturen klettern laut Vorhersage auf bis zu 8 Grad.

Update 14.20 Uhr: Die Stadtverkehr Detmold stellt sich darauf ein, dass der Busverkehr aufgrund einsetzender Glätte eingeschränkt werden muss. "Wir befürchten, dass heute ab Mittag Eisregen einsetzt und es deswegen zu Ausfällen bzw. Einstellung des Busverkehrs kommen muss.

Es ist davon auszugehen, dass der Busverkehr den gesamten Tag über nicht wieder aufgenommen werden kann", heißt es auf der Website. Unter www.stadtverkehr-detmold.de informiert das Unternehmen über etwaige Ausfälle.

Auch bei den anderen Verkehrsunternehmen in Lippe sieht es ähnlich aus: Sollte es Glatteis geben, wird der Busverkehr eingestellt.

Update 13.30 Uhr: Die B1 zwischen Blomberg und Herrentrup ist nach Schneeverwehungen gesperrt. Dort ist ein Lkw in den Graben gerutscht. Ebenfalls Verkehrsprobleme gibt es in Lage-Hagen, da dort Öl ausgelaufen ist sowie in Kalletal, wo ebenfalls Schneeverwehungen die Straße zwischen Lüdenhausen und Niedermeien blockieren. In einigen Kommunen, darunter die Detmolder Innenstadt, hat es am Mittag angefangen zu regnen, hier droht jetzt Glatteis.

Update 12 Uhr: Die Rote Kuhle in Barntrup ist nach wie vor unpassierbar. Mittlerweile haben sich dort auch mehrere Autos festgefahren. In Augustdorf hat die Gemeinde es ihren Beschäftigten freigestellt, ob sie am Nachmittag arbeiten. Das könnte dazu führen, dass Rathaus und Bürgerservice nicht erreichbar sind. Auch die Bücherei bleibt geschlossen. Aufgrund von Schneeverwehungen hat es im Kreis Paderborn am Morgen bereits viermal gekracht, die Polizei weist daraufhin, wetterangepasst und vorsichtig zu fahren.

Update 11 Uhr: Nach einem schweren Glatteisunfall in Lemgo am frühen Morgen ist der Verkehr am späten Vormittag in Barntrup eingeschränkt. Ein querstehender Lastwagen und Schneeverwehungen blockieren die Rote Kuhle. Der Bereich sollte großräumig umfahren werden.


"Extremwetter" hat Katwarn am Morgen als Alarm versendet. Aufgrund von gefrierendem Regen oder Sprühregen müsse verbreitet mit Glatteis gerechnet werden. Eine ähnliche Meldung hatte es vor 14 Tagen gegeben, als am Morgen die Straßen blitzartig überfroren. Die Warnung gilt ab 10 Uhr bis vorerst 17 Uhr. Erste Auswirkungen zeigen sich hier bereits auf den Zugverkehr. Durch die Wetterlage gibt es Verspätungen auf einigen Strecken, etwa zwischen Bielefeld und Lemgo-Lüttfeld.

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Am frühen Morgen gab es nach Angaben verschiedener Polizeistationen in NRW kaum schwerwiegende Glätteunfälle auf den Straßen. In Mülheim verletzte sich jedoch ein 21-Jähriger, als er mit seinem Auto gegen einen Baum prallte. Im Hochsauerlandkreis wurde die Landstraße L870 wegen Schneeverwehungen und umgestürzter Bäume gesperrt. Mit einsetzendem Regen rechnen die Beamten mit zunehmenden Behinderungen im Straßenverkehr.

In der neuen Woche bringt milde Atlantikluft wärmere Temperaturen nach Nordrhein-Westfalen. Ab Dienstag bleiben die Temperaturen im Land nach DWD-Angaben im Plus-Bereich. Auch die Nächte seien frostfrei. Die Höchsttemperaturen liegen am Dienstag bei 13 Grad. Die Woche wird wolkig und windig. Vor allem für das Bergland sagt der DWD starke Böen voraus. Immer wieder sei mit Regenschauer zu rechnen.

Niedersachen und Bremen stark betroffen

An vielen Orten kann es am Montagmorgen zu Verspätungen und Ausfällen kommen, teilt die Deutsche Bahn mit. Am frühen Montagmorgen entfallen Züge zwischen Braunschweig und Schöppenstedt, Braunschweig und Herzberg, Göttingen und Einbeck-Mitte sowie zwischen Northeim und Nordhausen. Durch gesperrte Bahnsteige könne es außerdem dazu kommen, dass es keinen Halt gibt, etwa bei der S3 von Hannover in Fahrtrichtung Hildesheim. S-Bahnen zwischen Celle und Hannover Hauptbahnhof sowie die Expresslinie von Seelze nach Hameln fahren bis zum Tagesende nicht. Die anderen Einschränkungen sollen im Laufe des Tages schrittweise aufgehoben werden.

Der Fernverkehr hingegen sei weniger eingeschränkt. Jedoch müsse weiterhin mit witterungsbedingten Verspätungen und Ausfällen im Laufe des Montags gerechnet werden. Auf der Strecke zwischen Kiel/Hamburg und Schweiz sowie Hamburg/Bremen und München verspäten sich Züge - sie werden zwischen Hannover und Göttingen umgeleitet. Bahnen von Stralsund über Hamburg nach Karlsruhe entfallen zwischen Hamburg und Karlsruhe. Auch Züge zwischen Berlin und Frankfurt, die über Braunschweig fahren, entfallen.

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