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Kreis Lippe

Stadtwerke appellieren: Trinkwasser sparen!

Kreis Lippe. Endlich! Temperaturen von über 30 Grad im Schatten werden in dieser Woche erreicht. Grund genug, um nach Abkühlungen zu suchen. Allerdings sollt der Wasserverbrauch im Auge behalten werden, mahnen die lippischen Stadtwerke.

Während einige sich ein Eis gönnen, haben es andere lieber feucht-fröhlich, gehen ins Freibad oder lassen sich im Garten vom Rasensprenger begießen. Letzterer sollte aber besser nicht laufen, denn Trinkwasser ist ein knappes Gut. „Das ist überall so, natürlich auch im Kreis Lippe", sagt Eva Susanne Ellminger, Sprecherin der Detmolder Stadtwerke.

Die Gemeinde Augustdorf mahnt bereits: „Durch einen aktuell sehr hohen Wasserverbrauch kommt es immer wieder zu zeitweiligen Versorgungsengpässen sowie Wasserdrucksenkungen. Bitte handeln Sie solidarisch", sagt Armin Zimmermann, Betriebsleiter der Augustdorfer Gemeindewerke. Auf übermäßige Bewässerung und Poolbefüllungen solle in der Sennegemeinde verzichtet werden.

Da kommt so ein Wasserspiel wie auf dem Marktplatz in Leopoldshöhe doch gerade recht, um sich schnell mal mit Gleichgesinnten abzukühlen. Auch so spart man Wasser.

Bis zu 1000 Euro Strafe

Dass ein hoher Trinkwasserverbrauch im Sommer krasse Auswirkungen haben kann, haben vor zwei Jahren Löhne und Oeynhausen vorgemacht. Der massive Verbrauch und anhaltend heiße Temperaturen hatten dafür gesorgt, dass es Probleme mit der Trinkwasserversorgung gab. Das Wasser wurde knapper und die Städte griffen zu harten Mitteln: Wer Trinkwasser vergeudete, sollte bis zu 1000 Euro Strafe zahlen.

Besonders die Nutzung von Rasensprengern und das Befüllen von Gartenpools stand auf der roten Liste. Aber Die Städte wiesen auch darauf hin, Blumen möglichst nicht mit Trinkwasser zu gießen, sondern Regenwasser zu nutzen.

Hitzewelle lässt Unwetter anrollen

Am Freitagmorgen warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) für fast ganz Deutschland vor verbreitet starker Wärmebelastung, lediglich an schmalen Küstenstreifen und im Voralpenland sollte es nicht so extrem werden. Mit südlicher Strömung gelange "heiße Luft subtropischen Ursprungs nach Deutschland", heißt es im Warnlagebericht. Die Luft werde außerdem "feuchter und damit spürbar schwüler". Außerdem bestehe erhöhte Waldbrandgefahr.

Auf diese Temperaturen müssen sich die Menschen einstellen: Laut DWD wird es "verbreitet heiß mit 30 bis 37 Grad mit den höchsten Werten im Osten", an der Nordsee immerhin soll es angenehmer werden mit 20 bis 26 Grad.

Der heißeste Ort Deutschlands war am Donnerstag der Flughafen Münster/Osnabrück: Laut DWD wurde dort eine Spitzentemperatur von 35,5 Grad erreicht.

Hohe Unwettergefahr besteht laut Wetterdienst in der Nacht zum Samstag vom Emsland bis zur Nordsee und am Samstag tagsüber vor allem in einem Streifen von Westmecklenburg über Thüringen bis nach Süddeutschland: "Dabei lokal erneut Unwettergefahr durch großen Hagel, schwere Sturmböen und heftigen Starkregen."

Bereits seit Donnerstag gibt der Wetterdienst eine Vorwarnung vor möglichen Gewittern über Lippe aus. Die Warnung ist am Freitag verlängert worden und gilt aktuell bis zum frühen Samstagmorgen. Demnach seien teils kräftige Gewitter möglich. Eine akute Warnung gibt es vor extremer Hitzebelastung mit Tropennächten.

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Warnungen vor Waldbrandrisiko

So schön das Sommerwetter für viele Menschen in Deutschland ist, für Wälder birgt es die Gefahr von Bränden. Der DWD-Waldbrandgefahrenindex zeigt für das Wochenende einschließlich Freitag alarmierende rote bis dunkelrote Flecken. Der Index rase auf die höchste Waldbrandwarnstufe zu, sagte ein DWD-Sprecher.

Die Wetterexperten sehen vor allem im Nordosten Deutschlands eine hohe Gefahr. Dort seien die obersten Bodenschichten zu trocken. Auch immer wieder aufkommender Wind könnte einen möglichen Brand schnell größer werden lassen. DWD-Waldbrandexperte Christopher Böttcher fasst es so zusammen: Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit, Niederschläge, Temperatur und Sonneneinstrahlung sind wichtige Faktoren.

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