Bundesweiter Warntag: Sirenen und Handy-Netz werden heute auf die Probe gestellt

veröffentlicht

  • 2
Ein Bildschirm mit dem Modularen Warnsystem ist auf einem Display beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz zu sehen. - © Oliver Berg/dpa
Ein Bildschirm mit dem Modularen Warnsystem ist auf einem Display beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz zu sehen. (© Oliver Berg/dpa)

Kreis Lippe. Wenn Sirenen heulen, warnen sie im Normalfall vor einer Gefahrensituation. Um die Bürger mit den unterschiedlichen Signalen vertraut zu machen und dafür zu sensibilisieren, was im Gefahrenfall zu tun ist, findet am Donnerstag, 8. Dezember, ein bundesweiter Probealarm statt. Im Kreis Lippe werden die rund 180 Sirenen getestet.

Der Probealarm beginnt laut Pressemitteilung des Kreises Lippe um 11 Uhr mit einem Dauerton. Bei einer Großschadenslage bedeutet das: Entwarnung, die Gefahr ist vorbei. Danach folgt eine Minute lang ein auf- und abschwellender Heulton. Im Ernstfall ist dies ein wichtiges Warnsignal für die Bevölkerung. Bürger werden bei einer Großschadenslage oder einer anderen akuten Gefahr aufgefordert, den Lokalsender Radio Lippe einzuschalten, die Warn-Apps zu nutzen, auf Lautsprecherdurchsagen zu achten oder Hinweise auf den Internetseiten des Kreises und der Kommunen zu beachten. Am Ende folgt erneut ein Dauerton von einer Minute, der Entwarnung signalisiert.

Neuer Warnkanal wird getestet

Parallel erfolgt eine Probealarmierung über das Warnsystem „Katwarn“, zudem wird der Bund auch über die Warn-App „Nina“ eine Probewarnmeldung senden. Zugleich will der Bund das System des Cell Broadcast erstmals mit einer Testnachricht bekannt zu machen. Cell Broadcast ist eine über alle Mobilfunknetze übermittelte Warnmeldung.

Cell Broadcast ermöglicht einfache, schnelle und zielgenaue Warnungen und kommt jetzt als ergänzender Warnkanal hinzu. "Cell Broadcast ermöglicht es, Warnungen einfach, schnell, zielgenau und datensparsam an eine große Anzahl von Menschen zu versenden. Die Übersendung von Warnmeldungen über Cell Broadcast ist ein anonymes Verfahren, das die Empfangsbereitschaft des Mobilfunkendgerätes in einer Funkzelle des Mobilfunknetzes nutzt", erklärt die Kreisverwaltung.

Damit Handys, Smartphones und andere Mobilfunkgeräte die Warnmeldung anzeigen, müssen sie eingeschaltet und der Empfang von Notfallnachrichten aktiviert sein. Zudem müssen die Geräte mit einem Mobilfunknetz verbunden sein und ein Betriebssystem haben, das die Nachricht verarbeiten und darstellen kann.

Feedback ist gefragt

Um die Warnung insbesondere bei der Einführung des neuen Warnkanals Cell Broadcast zu optimieren, spielt die Rückmeldung der Bevölkerung als Empfänger der Warnmeldungen eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund wird die Bevölkerung am bundesweiten Warntag und in den darauffolgenden Tagen gebeten, ihre Erfahrungen mit Cell Broadcast und weiteren Warnmitteln im Zuge einer Umfrage mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zu teilen.

Die Möglichkeit zum Feedback wird es auf www.warnung-der-bevölkerung.de, in der Warn-App Nina, auf der Unterseite zum bundesweiten Warntag auf www.bbk.bund.de und auf den Social Media-Kanälen des BBK geben. Informationen in weiteren Sprachen gibt es unter www.warnung-der-bevoelkerung.de/serviceportal

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2023
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare